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HIB-Absolvent Sebastian Mutschler – Tourismus in Paris und Orléans

Freitag, den 28. Oktober 2011

HIB-Absolvent Sebastian Mutschler arbeitet in Frankreich.

Sebastian Mutschler studierte an der HIB Tourismus und machte 2001 seinen Abschluss. Hier spricht er über seinen beruflichen Werdegang im Nachbarland Frankreich..

In Ihrem Studienjahrgang gab es bereits ein Pflichtpraktikum an der HIB. Wo haben Sie es durchgeführt und warum?
Für mein erstes Praktikum bin ich in meine Heimatstadt Osnabrück zurückgekehrt und habe dort ein Praktikum im Vier-Sterne-Hotel Remarque gemacht. Ich war damals generell sehr an der Hotellerie und dem Veranstaltungsmanagement interessiert. Das Hotel hat mir während meines Praktikums sehr interessante Aufgabengebieten in Bereichen Veranstaltungsbüro und Rezeption übertragen und somit konnte ich einen guten Einblick gewinnen und letzten Endes meine Entscheidung treffen, ob ich später in diesen Bereich arbeiten möchte oder nicht. Es war sozusagen eine Art Test.

Nach der HIB sind Sie zunächst nach Paris gegangen? Welche Gründe gab es dafür?
Ich besitze die deutsche und französische Staatsangehörigkeit und für mich stand schon während des Studiums fest später ins Ausland zu gehen, um Fremdsprachenkenntnisse zu gewinnen und den kulturellen Horizont zu erweitern. Es gab die Wahl zwischen England, Spanien oder Frankreich. Paris bot sich natürlich idealerweise für mich an, da ich die Sprache schon gut beherrschte und die Stadt relativ gut kannte. Ich habe hier sehr schnell einen interessanten Praktikumsplatz gefunden. Ich wurde dann direkt im Anschluss an das Praktikum übernommen und habe insgesamt fast zwei Jahre in Paris verbracht.

Ich fand es persönlich sehr wichtig, sofort nach dem Studium ins Ausland zu gehen. Man ist noch flexibel, ungebunden und offen für Neues. Mit den Jahren wird man dann meist immer „sesshafter“ und die Entscheidung alles aufzugeben und von neu zu starten wird dann immer schwieriger…

Was sollte man als Berufsanfänger in Frankreich unbedingt beachten? Gibt es so etwas wir kulturelle Fettnäpfchen oder Verhaltensunterschiede, die einem den Einstieg erschweren können? Wenn ja, welche?
Ich denke es ist generell im Ausland immer wichtig, sich vor Augen zu halten, dass man sich anpassen muss und nicht die anderen an einen selber.

Ich glaube in der französischen Arbeitswelt muss man insgesamt diplomatischer und flexibler vorgehen. Uns Deutschen wird hier oft unsere etwas zu direkte Art vorgeworfen. In Frankreich sind Umgangsformen und Auftreten sehr wichtig: Dinge mit den richtigen Worten zu sagen, Hierarchien zu respektieren, verstehen was „hinter den Kulissen“ passiert und warum. Es ist immer angebracht, sich zunächst etwas zurückzuhalten, zu beobachten und Fragen zu stellen, wenn man nicht sicher ist und um Interesse zu zeigen.

Franzosen lieben Kommunikation und Small Talk somit ist es wichtig sich kurz Zeit an der Kaffeemaschine oder am Fotokopierer zu nehmen um sich mit den Kollegen über außerberufliche Themen und private Dinge auszutauschen.

Morgens um acht Uhr ins Büro des Kollegen zu stürzen ohne ein „Bonjour ça va ?“ nur mit dem Satz „ich brauche die Präsentation in fünf Minuten“ ist nicht sehr angebracht und führt nicht unbedingt zum gewünschten Ergebnis.

Wie hat sich ihr berufliches Leben seit dem Studienende verändert/weiterentwickelt?
Es ging im Prinzip alles sehr schnell, vielleicht sogar zu schnell, und fließend ineinander über: Praktikum, erster Job, zweiter Job. Zum Glück war ich bis jetzt noch nie arbeitslos. Mit den Jahren werden einem natürlich immer mehr Verantwortung und Aufgabengebiete übertragen und Türen öffnen sich nach und nach. Dafür braucht man Durchhaltevermögen !

Wenn man Augen und Ohren offenhält und Einsatz zeigt, erhält man oft intern die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln oder Headhunter treten an einen heran. Es fällt nichts von alleine vom Himmel und es liegt an einem selbst ob man vorwärts kommt oder nicht, vor allem heute, wo der Arbeitsmarkt sehr angespannt ist.
PR in eigener Sache zu betreiben kann manchmal ganz hilfreich sein. Dabei helfen Online-Portale wie „Xing“ zum Beispiel.

Momentan leben und arbeiten Sie in Orléans? Wie kam es zum Wechsel von „der Großstadt aufs französische Land“?

Unterwegs zu kulturellen Highlights.

Ganz ehrlich gesagt waren mir zwei Jahre in Paris genug. Am Ende lebt man nach dem bekannten „métro, boulot, dodo“ – Prinzip und alles ist aufwendig und kompliziert zu organisieren. Das Großstadtgewusel kombiniert mit dem beruflichen Dauerstress ist auf Dauer doch sehr anstrengend. (Ich komme ja ursprünglich aus Norddeutschland und dem „platten Land“ mit viel frischer Luft !)

Orléans war eigentlich ein reiner Zufall. Ich habe mich auf die Stelle beworben, die Stadt war dabei eher nebensächlich. Ich bin jetzt seit 2003 hier und fühle mich eigentlich rundum wohl. Wir sind das Tor der berühmten Schlösser der Loire. Hier gibt es Kultur, Natur, tolle Weine und interessante Menschen und das alles nur eine Stunde von Paris entfernt! Man muss dabei auch beachten, dass das Leben in einer Großstadt sehr teuer ist. Natürlich sind die Jobmöglichkeiten in Paris bei weitem zahlreicher und interessanter, aber wenn es um Lebensqualität geht, denke ich ist die Provinz interessanter und entspannter.

Können Sie sich noch an Ihre Fächer an der HIB erinnern? Welche, würden Sie heute sagen, waren die, von denen Sie letztendlich am meisten profitiert haben?
Jetzt nach zehn Jahren im Job muss ich sagen, dass im Prinzip alles irgendwann einmal, irgendwie wichtig ist. Je nach Umständen greift man immer mal wieder auf Gelerntes zurück und generell ist es gut über verschiedene Dinge, wenn auch nur oberflächlich, informiert zu sein. Ich mache zum Beispiel heute keine IATA Buchungen, arbeite aber mit Reisebüros zusammen. Es ist also gut zu wissen, wie ein Reisebüro ungefähr funktioniert.

Es geht gar nicht so sehr um Inhalte, sondern um Arbeitsmethoden, Organisation und Allgemeinwissen. Die zwei Jahre an der HIB mit dem doch sehr intensiven Programm und dem hohen Arbeitsaufkommen, haben mich für den Arbeitsmarkt und für zehn bis 12-stündige Arbeitstage fit gemacht. Ich glaube, wir haben wichtiges Werkzeug mit auf den Weg bekommen und gelernt, mit Stress fertig zu werden und sich anzupassen. Dabei waren natürlich gute Fremdsprachenkenntnisse wichtig, um in Ausland Fuss zu fassen.

Wenn sich ein Studierender für einen Berufseinstieg oder ein Praktikum in Frankreich interessiert: Welchen Ratschlag würden Sie ihm unbedingt auf den Weg mitgeben wollen?
Die Franzosen sprechen oft nur wenige oder schlecht Fremdsprachen. Deutsch wird kaum noch an den Schulen gelehrt, aber die deutsche Kundengruppe ist sehr wichtig für den Tourismus in Frankreich. Es gibt hier also sehr gute Jobchancen, wenn man im mündlichen und schriftlichen Französisch relativ gut zurechtkommt. Wenn man erst mal im Land lebt, verbessern sich die Sprachkenntnisse dann sehr schnell.

Dabei bietet Frankreich ganz unterschiedliche Regionen und touristische Angebote. Ich denke eine Station in Paris macht sich immer ganz gut im Lebenslauf. Von dort aus ergeben sich dann oft verschiedene Jobmöglichkeiten.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen?
Ganz grob umrissen:

  •   Flexibilität, Anpassungsvermögen, Offenheit für Neues
  •   Interesse an Menschen und Kommunikation
  •   Fremdsprachen
  •   Umgangsformen und soziale Kompetenz
  •    Zeit- und Stressmanagement und effiziente Arbeitsmethoden

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben? Die Welt verändert sich wahnsinnig schnell und damit unsere Berufe und Aufgaben. Es ist wichtig, mit der Zeit zu gehen und am Ball zu bleiben.

Im Tourismus erleben wir zum Beispiel seit einigen Jahren eine Revolution durch die Anwendung neuer Technologien: facebook/twitter, blogger community, Androiden-Telefone und tracking…

Ich bin im Prinzip jedes Jahr auf verschiedenen Fortbildungen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Es bringt nichts, an alten Mustern und Arbeitsmethoden festzuhalten. Wer stehenbleibt,bleibt auf der Strecke.

Der Tourismus ist wirtschaftlichen Schwankungen, politischen Krisen und Moden und Trends ausgesetzt. Über sich selbst nachzudenken und seine Arbeit zu reflektieren, Fehler einzusehen und zu korrigieren, andere Meinungen und Interessen zu integrieren, helfen vorwärts zu kommen und Entscheidungen zu treffen.

Es ist wichtig, für Ausgleich zwischen Job und Privatleben zu sorgen und sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu nehmen. Es bringt nichts, eine tolle Position und viel Geld zu haben, wenn man vor lauter Arbeit keine Zeit hat, das Leben zu geniessen. Nur wer sein persönliches Gleichgewicht gefunden hat, kann auch ausgeglichen und effizient im Job sein.

Was möchten Sie heutigen Tourismusstudierenden mit auf den Weg geben?
Nicht „überstudieren“ und das „learning on the job“ zu bevorzugen. Es ist toll, wenn man Diplome erhält, die man stolz an die Wand hängen und im Lebenslauf auflisten kann. Was Chefs aber meist wichtiger ist, ist wie schnell sich jemand einarbeitet und neue Aufgaben und Probleme lösen und große Arbeitsmengen bewältigen kann. Das lernt man nicht im Studium, sondern bei der Arbeit und die Erfahrung hilft einem Stück für Stück weiter!

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

Von Heidelberg nach Cape Town, Südafrika!

Freitag, den 30. September 2011

Julia Shepherd machte 2004 an der Heidelberg International Business Academy ihren Abschluss im Tourismusmanagement.


HIB-Absolventin Julia Shepherd in Südafrika.

Sie haben an der HIB Tourismusmanagement studiert, wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt und warum? Ich habe mein 6-monatiges Praktikum im ‚Lady Victoria Guest House’ im Zentrum Kapstadts durchgeführt. Mich hatte die Gelegenheit gereizt, eine längere Zeit in einem Land außerhalb Europas zu verbringen und im Speziellen auch Südafrika näher kennenzulernen. Darüber hinaus wollte ich auch gerne mein Englisch verbessern.

Das erste/zweite Praktikum hat Sie nach Südafrika geführt? Dort sind Sie geblieben. Was gab den Ausschlag dafür? Ich habe mich sehr schnell in Südafrika wohlgefühlt, da es so bunt und voller Lebensfreude und in vieler Hinsicht ein absoluter Kontrast zu Deutschland ist. Und auch die Südafrikaner habe ich als sehr herzlich und offen kennengelernt. Dazu kommt, dass Südafrika als Reiseland seit Jahren eine der beliebtesten Destinationen weltweit ist, wodurch sich für mich eine Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten im Tourismus ergeben hat.

Außerdem hat die Umgebung rings um Kapstadt auch landschaftlich sehr viel zu bieten. Man hat die Natur und den Atlantik fast vor der Haustür und ist trotzdem in einer Großstadt, diesen Kontrast finde ich toll.

War es einfach in Südafrika Fuß zu fassen? Was meine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen am Anfang anging, war es nicht ganz so einfach und man braucht einiges an Geduld mit den südafrikanischen Behörden. Zum Beispiel habe ich viel falsche oder unvollständige Infos am Anfang bekommen und in den letzten zwei Jahren wurden einige Gesetze auch verschärft und die Auflagen etwas schwieriger gemacht, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Man kann sich jedoch – wie ich das auch getan habe – Hilfe holen bei Firmen, die sich auf Einwanderungshilfe spezialisieren und die sich mit den jeweiligen Anforderungen auskennen. Ich habe 2006 dann schließlich meine dauerhafte Aufenthalts – und Arbeitsgenehmigung bekommen.

Seit Ihrem Abschluss ist eine lange Zeit vergangen. Was ist nach dem Abschluss beruflich passiert? Meinen ersten ‚richtigen’ Job nach dem Praktikum habe ich in einem Call Centre für Swiss Airlines bekommen. Die Position an sich war zwar recht stressig, war jedoch sehr gut, um sich etwas zu orientieren und auch Hintergrundwissen im Airline Business zu bekommen. Nach einem halben Jahr habe ich dann als ‚Guest Liaison’ im Cape Grace Hotel angefangen, einem 5 Sterne Hotel an der Victoria & Alfred Waterfront. Dies hat mir sehr viel Spaß gemacht, da man die verschiedensten Gäste trifft und ich den Blick hinter die Kulissen eines Luxushotels sehr interessant fand.

Unter anderem wegen der ständig wechselnden Schichten habe ich mich dann aber nach einiger Zeit entschieden, beruflich eine etwas andere Richtung einzuschlagen und habe bei einem Reiseveranstalter namens African Travel Concept angefangen. Die Firma war ideal für mich als Einsteiger in die Veranstalter-Branche und mir hat es von Anfang an viel Spaß gemacht, Reisen individuell zu planen und Erfahrung in den verschiedenen Bereichen eines Reiseveranstalters zu sammeln.

Heute arbeiten Sie bei Egoli Tours? Welche Aufgaben haben Sie dort? In meiner Position als Senior Consultant bei Egoli Tours bin ich für Individualreisende, Reisebüros und Agenten Ansprechpartner für Reisen im südlichen Afrika. Ich berate die Kunden vom Zeitpunkt der Anfrage an über die Angebotserstellung und Reiseabwicklung. Wenn die Kunden dann im Land sind, stehe ich als Kontakt vor Ort bereit, falls es einmal zu Problemen kommt, was jedoch recht selten vorkommt.

Wir arbeiten mit einem Reservierungssystem namens Travelogic und ich bin für das Team der Ansprechpartner, falls Fragen auftauchen oder Neuerungen anstehen. Darüber hinaus haben wir alle 6 Monate Praktikanten aus Deutschland und der Schweiz, die ich einarbeite und mit allen wichtigen Details und Aufgaben vertraut mache. Ich arrangiere außerdem für die Kollegen auch Präsentationen von Lodges, Hotels und anderen Anbietern, die für uns interessant sind.


Auf Safari.

Welche Themen aus Ihrem Studienprogramm sind Ihnen im Tagesgeschäft wieder begegnet?Dinge wie englische Wirtschaftskorrespondenz und Tourismus Betriebslehre sowie Marketing habe ich bei meinem Aufgabenbereich oft nutzen können.

Was sollte ein/e Studierende/r beachten, wenn er nach Südafrika kommt, um dort ein Praktikum durchzuführen bzw. plant dorthin auszuwandern? Es ist momentan so, dass man für ein Praktikum ein Visum für drei Monate beantragen kann, dass man dann einmal um weitere drei Monate verlängern kann. Man kann also maximal sechs Monate in Südafrika auf der Basis eines Praktikums verbringen. Wenn man jedoch eine feste Arbeitsstelle angeboten bekommt, kann man eine Arbeitserlaubnis beantragen, die dann für etwa  zwei bis drei Jahre gilt. Nähere Infos kann man vom südafrikanischen Generalkonsulat in München bzw. Berlin einholen.

Allgemein ist es mit Deutsch als Fremdsprache und einem entsprechenden Abschluss im Tourismus-Bereich nicht allzu schwer, vor Ort hier eine Stelle als Einsteiger zu finden. Ich denke, für Studierende, die längerfristig in Südafrika bleiben wollen, ist es gut, schon im Voraus etwas Zeit hier zu verbringen und Kontakte zu knüpfen. So fällt die berufliche Orientierung auch einfacher.

Gibt es etwas aus Deutschland, daß Sie in Südafrika vermissen? Natürlich vermisse ich Familie und Freunde, die in Deutschland leben und die man nicht so spontan einmal besuchen gehen kann. Ich habe jedoch in den sieben Jahren, die ich nun in Südafrika lebe, viel Besuch aus Deutschland bekommen und halte Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon, Skype und Emails. Insofern ist es eigentlich nur die Milka-Schokolade, die mir hier extrem fehlt… Cadbury ist einfach kein Ersatz!!

Was möchten Sie heutigen Tourismusstudierenden mit auf den Weg geben? Ich denke, man sollte sich nicht allzu sehr auf eine bestimmte berufliche Richtung festlegen. Für mich war anfangs klar, dass ich hier in Südafrika nur im Bereich Hotel und Gastronomie arbeiten möchte. Davon bin ich jedoch mit der Zeit etwas abgekommen und bin heute sehr froh, damals die Richtung Reiseveranstalter eingeschlagen zu haben, was mich während des Studiums nicht allzu sehr interessiert hatte. Meine Aufgaben im Job heute sind sehr vielfältig und ich habe durch meine Arbeit auch viel vom südlichen Afrika sehen können.

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

Semesterbeginn: Die HIB begrüsst die Erstsemester 2011

Dienstag, den 13. September 2011

Die Erstsemester treffen sich in der Cafeteria.

13. September 2011. Für die Erstsemester hat heute an der HIB das Studium begonnen. In dieser Woche finden die Einführungsveranstaltungen zum Studienablauf und zu den verschiedenen Pathways statt. Nächste Woche begrüßen die höheren Semester der HIB ihre neuen Kommilitonen mit einem “Welcome Day”.

Der “Welcome Day” beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück an der HIB und endet mit einer Kneipentour durch Heidelberg.

Wir heißen unsere Erstsemester herzlich willkommen!


Gespräche unter Kommilitonen.

„Everything happens for a certain reason“ – Über den Start an der HIB, Aufbaustudium und Berufseinstieg

Dienstag, den 6. September 2011

Im Interview erzählt Verena Reis, Absolventin des Jahrgangs 2006, über ihre Zeit am der HIB, ihr weiteres Studium und ihren beruflichen Werdegang.

HIB-Absolventin Verena Reis über Studium und Karriere.

 

Wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt?
Mein Pflichtpraktikum habe ich in Regusse/Provence/Frankreich auf einem Camping-Platz durchgeführt. Dort habe ich vor allem an der Rezeption gearbeitet. Zu meinen Aufgaben gehörte es, die Gäste zu empfangen, sie einzuchecken und anschließend mit meiner ‚Golfette’ an Ihren Stellplatz zu begleiten. Hatten die Gäste ein fest installiertes ‚Mobilhome’ gebucht, galt es, sie mit allen Annehmlichkeiten dessen bekannt zu machen. Außerdem war ich für das Beschwerde-Management und die allgemeine Information über die Gegend zuständig, sowohl persönlich als auch telephonisch. Nach dem Check-out der Gäste zählte außerdem die Inventur der ‚Mobilhomes’ zu meinen Aufgaben.

Nach der HIB haben Sie in England, in den Niederlanden und in Frankreich Ihr Studium fortgeführt und mit dem Master abgeschlossen? Was hatte den Ausschlag dafür gegeben?
Während der Zeit an der HIB wurden mir zwei Dinge klar: Erstens wollte ich gerne weiterstudieren und zweitens wollte ich das zunächst im englischsprachigen Ausland machen. In Neuseeland und Australien, die eigentlich meine erste Wahl gewesen wären, waren die Aufnahmeprozeduren zu kompliziert, so dass ich mich dann für ein Top-Up-Studium in Bournemouth/England entschieden habe. Mitte 2007 hatte ich dann den BA (Hons) in International Tourism Management erlangt. Da zu dieser Zeit der Bachelor in Deutschland noch nicht so anerkannt war, entschloss ich mich gegen Ende meiner Zeit in England dazu, mich auch noch für den Master zu bewerben. Ich fand ein Programm, das mich durch seine internationale Prägung, den Doppelabschluss sowie die Aussicht auf ein Stipendium sehr ansprach.

Der erste Teil fand in Breda/Holland statt – die Vorlesungen sowie die Hausarbeiten waren auf Englisch. Der zweite Teil wurde in Chambéry/ Frankreich zu neunzig Prozent auf Französisch durchgeführt. Der dritte Teil bestand dann noch aus der Master Thesis – hierfür hat es mich wieder nach Bournemouth gezogen, da uns dort eine umfangreiche und exzellente Bibliothek zur Verfügung stand. Da auch die Bournemouth University Teil dieses Programms war, erlangte ich im Herbst 2008 einen Doppelabschluss: Den MA in European Tourism Management und den Master in Sciences Economique et de Gestion.

Wie würden Sie die Unterschiede beim Studium bzw. den Aufenthalt in den jeweiligen Ländern charakterisieren?
Das Studium in England war sehr professionell aufgezogen. Der Lehrstoff wurde aufgeteilt in anonyme Vorlesungen von 50-100 Pax, in Seminare von 15-20 Pax und in Arbeitsgruppen von 2-5 Pax. Neben vielen Hausarbeiten, gab es Gruppenarbeiten, Präsentationen, einen Marketing-Plan, einen Business Plan und zuletzt die Bachelorarbeit von mindestens 10.000 Wörtern. Vor jeder Vorlesung und jedem Seminar konnte man sich die Powerpoint-Präsentationen der Dozenten runterladen, so dass man sich optimal vor- und nachbereiten konnte. Gleich zu Beginn mussten wir uns mit der Harvard-Zitierweise vertraut machen, eine andere Zitierweise wurde nicht geduldet. Bei mangelhaften Quellen oder falscher Zitierweise wurden Punkte abgezogen. Alle Arbeiten mussten auf die Minute genau am Stichtag eingereicht werden, andernfalls wurde die komplette Arbeit nicht gewertet. Jede Arbeit wurde bei Rückgabe mit persönlichen Feedbackbögen der Dozenten versehen; so hat man relativ schnell verstanden, was man gut gemacht hatte und was noch verbesserungswürdig war. Die Bibliothek war großartig; neben fünf Etagen mit Büchern aus allen Fachrichtungen, war vor allem die Online-Bibliothek mit aktuellen Fachzeitschriften und der Zugangsberechtigung zu den aktuellsten Statistiken aus sämtlichen Branchen extrem hilfreich fürs Studium.

In Holland ging es alles etwas lockerer zu. In unserem Kurs waren wir nur 15 Leute, dadurch waren die Vorlesungen intensiver, allerdings auch etwas weniger professionell als in England. Wir Studenten kamen aus Frankreich, Spanien, Bulgarien, Polen und Deutschland. Hier merkte man schnell, dass die Leute, die vorher in England gewesen sind, viel weiter im Stoff und vor allem in Fragen der Methodologie waren. Auch hier bekamen wir die Vorlesungen als Powerpoint nachträglich zugeschickt. Bei Arbeiten war die Toleranzgrenze für verspätete Abgaben höher und die Benotung großzügiger. Die Bibliothek war wesentlich kleiner. Dafür war die gesamte Atmosphäre persönlicher.

In Frankreich wurde unser Kurs teils mit ‚einheimischen’ Kursen zusammengelegt, so entstand eine Mischung aus anonymen Vorlesungen und kleineren Seminargruppen. Von der Strenge, die in England herrschte, war hier auch weniger zu spüren, was auch an der eher lockeren Einstellung der Dozenten, ich wage fast zu behaupten der Franzosen lag. Die Literatur in der Bibliothek war fast ausschließlich auf Französisch, was die Sichtweise leider etwas einschränkte. Powerpoint-Präsentationen als Vorlesungen gab es hier auch nicht so oft. Dafür wurde man mündlich sehr gut in die Vorlesungen eingebunden, was vor allem die Fähigkeit französisch zu sprechen noch einmal gesteigert hat.

Hatten Sie während dem Studium konkrete Vorstellungen von Ihrem Berufseinstieg nach dem Studium?
Ehrlich gesagt nein. Ich wusste nur, dass ich nicht ins Hotel möchte, also dass es bei mir eher eine Airline oder ein Reiseveranstalter werden würde.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB?

Was mir sehr gefallen hat war Deutsch bei Frau Kropp – sie hat uns damals viele Tipps mitgegeben, die ich heute noch bei meinen Bewerbungen anwende. Außerdem zählten eigentlich alle Spracheinheiten, sei es Englisch, Französisch oder Italienisch zu meinen Favoriten. Auch Marketing-Management war eine gute Grundlage für den Bachelor und den Master. Die ganzen Persönlichkeitsseminare waren eine willkommene Abwechslung. Was eigentlich nie zu meinen Lieblingen zählte, aber heute enorm hilfreich ist, war das Zehnfingerschreiben am PC.

Welche Themen sind Ihnen in den nachfolgenden Studiengängen erneut begegnet?
Eigentlich wurden fast alle Themen sowohl während des Bachelors als auch während des Masters wieder aufgegriffen. Nie wieder sind mir die Fächer Deutsch, die IT-Fächer, Büromanagement oder Rechnungswesen begegnet. Stattdessen gab es Business Development, Tourism Economis und Research Methods.

Heute arbeiten Sie bei Meeting Point International in München als Business Development Manager? Wie sah ihr beruflicher Weg dorthin aus?

Die vielen Praktika während meines Studiums haben mir zwar immer Spaß gemacht, mich aber eigentlich eher darin bestätigt, was ich später hauptberuflich nicht machen will. Erst mein Praktikum bei STA Travel, das ich direkt im Anschluss an meinen Master gemacht habe, hat mir das erste Mal Einblick in das gegeben, was ich mir für mich vorstellen könnte. Vor allem der Job des Produktmanagers, der touristische Leistungen aus verschiedenen Ländern in verschiedenen Sprachen einkauft und sie dann zu Paketen zusammenschnürt hörte sich für mich sehr interessant an. In diese Richtung habe ich mich dann anschließend auch beworben, allerdings musste ich feststellen, dass diese Jobs (sogar die Junior-Positionen) bevorzugt an Leute vergeben wurden, die eine Ausbildung gemacht hatten – hier merkte ich das erste Mal, dass mein Studium in dieser Branche vielleicht nicht so hilfreich und unabdingbar ist, wie in anderen Branchen. Alle wollten immer mehrjährige Berufserfahrung, aber keiner wollte einem die Chance geben, diese Erfahrung zu sammeln. Ein Teufelskreislauf.

Um meine Chancen zu erhöhen, habe ich meinen Lebenslauf auch an eine Personalvermittlungsfirma geschickt, die sich auf die Vermittlung touristischer Jobs spezialisiert hat. Die Mitarbeiter dort, schienen im Gegensatz zu den Personalabteilungen der großen Firmen auch zwischen den Zeilen zu lesen und die Dinge zu schätzen, die einem davor sogar nachteilig ausgelegt wurden (wie z.B. das Studium). Den Job als Produktmanager habe ich so auch nicht bekommen, dafür die Chance bei Meeting Point, einem Start-Up-Unternehmen, als Management-Assistentin anzufangen. Eigentlich hätte ich solch eine Position für mich nicht unbedingt in Betracht gezogen, weil ich Bedenken hatte, nur die administrativen ‚langweiligen’ Aufgaben zugesprochen zu bekommen, für die ich ja eigentlich nicht hätte studieren müssen. Mein Vater hat damals Recht behalten, dass ich diesen Job auch als Karriere-Sprungbrett für mich nutzen könnte. Als persönliche Assistentin der Geschäftsführung habe ich Einblicke in die Unternehmensführung bekommen, wie kein anderer. Auch wenn anfangs nur als Protokollantin, war ich bei allen wichtigen Meetings dabei, lernte alle Geschäftsführer unserer Partnerfilialen kennen, wurde von meiner Chefin mit auf Messen in Madrid und Berlin genommen, sowie auf Contracting-Meetings in den Libanon und nach Dubai. Ich gewann ihr Vertrauen und bekam neben meinen Aufgaben als ihre Assistentin meine eigenen Projekte. So landetet ich gleich noch einmal in Beirut und Dubai – jeweils, weil ich dort für die Planung, Koordination und Durchführung von 2 großen Jahreskonferenzen zuständig war, einmal für 100 Teilnehmer und das zweite Mal sogar für 350 Teilnehmer. Von Anfang an hatte ich meinen Willen, mich in dieser Firma hochzuarbeiten, verkündet. Nach 15 Monaten bekam ich dann meine Chance, aus der Assistenz auszusteigen und als Business Development Managerin weiterzumachen.

Wie würden Sie Ihr Jobprofil kurz beschreiben?
Meeting Point International ist eine Dachmarke, die Incoming-Agenturen in insgesamt 16 Destinationen weltweit repräsentiert. Neben den Sales Managern, die wir in allen Destinationen haben und die für den B2B-Verkauf ihrer jeweiligen Incoming-Leistungen (z.B. Hotels, Transfers, Ausflüge, Rundreisen, usw.) zuständig sind, gibt es zwei Business Development Manager. Diese sollen bereits bestehende Geschäfte ausbauen und neue Geschäftspartner gewinnen. Mein Quellmarkt ist Europa – ich versuche also die Leistungen all unserer Destinationen an Europäische Reiseveranstalter zu verkaufen. Dafür werde ich verschiedene touristische Messen in Europa besuchen und auf Sales Calls durch Europa reisen. Dabei finden natürlich auch alle an der HIB gelernten Sprachen Anwendung. Unser zweiter BDM deckt den arabischen Markt ab.

Wie gewichten Sie theoretische Erfahrungen aus dem Studium an der HIB, in UK/NL/F und praktische z.B. aus Praktika für eine erfolgreiche Bewerbung? Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Bewerbungsverfahren gewonnen, auch wenn es schon länger zurückliegt?
Jetzt wo ich selbst eine Weile im Berufsleben bin, kann ich mich nur dem anschließen, was die meisten Berufstätigen einem während des Studiums gepredigt hatten, worauf man aber nie wirklich hören wollte: Die Praxis hat oft sehr wenig mit dem relativ theoretisch erworbenen Wissen an der Uni zu tun. Was mir heute allerdings sehr nützlich ist, ist die Fähigkeit analytisch zu denken, komplexe Situationen in ihre Einzelteile aufzuspalten und nach und nach zu lösen, Zuarbeiten auf Deadlines und in meinem Fall das interkulturell erworbene Verständnis, das in unserer globalen Welt zum täglich Brot geworden ist. Diese Fähigkeiten heben einen in einer Branche, in der ein Studium kein Muss ist, besonders von der Menge ab. Das kann man sich natürlich auch bei Bewerbungsgesprächen zu Nutze machen.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen?
Freundlichkeit, Höflichkeit, zurückhaltende Bestimmtheit, Wille ständig zu lernen, diplomatische Verhandlungskünste und Beharrlichkeit.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass das ein oder andere, das man auf seinem Weg lernt – sei es während des Studiums oder während der ersten praktischen Erfahrungen – einem weniger behilflich für die Zukunft sein würde, erkennt man oft erst viel später und meistens völlig unerwartet, dass es doch für irgendetwas gut war. ‚Everything happens for a certain reason.’

Das Interview führte das Redaktionsmitglied Annette Höhne.

5 years ago – Abschluss an der HIB

Montag, den 1. August 2011

Alumni 2006 vor der Heidelberg International Business Academy.

Am letzten Samstag (30.07.2011) wurde von M. Müller (2. v. rechts) und S. Hochwarth (2. v. links) ein “Alumnitreffen” der Studiengänge IMM und IOM, Abschluss 2006, in Heidelberg organisiert.

Die ersten sechs Teilnehmer/innen trafen sich um 14:00 Uhr an der HIB. Bei einem Gläschen Sekt in der Cafeteria und nach einer Führung durch die Räume der HIB wurden die ersten Anekdoten sowie Erinnerungen ausgetauscht. Gegen 16:30 Uhr hieß es dann, ab nach Heidelberg und sich frisch machen, um den Tag des Wiedersehens mit mehr Teilnehmern in der “Bierbrezel” ausklingen zu lassen.

Schülerin aus Stuttgart gewinnt kostenlosen Studienplatz für ein Jahr

Dienstag, den 5. Juli 2011
HIB-Student Tobias Scheel freut sich mit der Gewinnerin.

HIB-Student Tobias Scheel freut sich mit der Gewinnerin.

Die HIB lud am vergangenen Samstag, 2. Juli 2011, zur Info-Veranstaltung ein.

Vorträge und gute Gesprächen mit Dozenten und Studenten standen im Mittelpunkt des Events.

Auch diesmal hat die Heidelberg International Business Academy wieder einen kostenlosen Studienplatz für ein Studienjahr verlost.

Die glückliche Gewinnerin ist eine Schülerin aus Stuttgart, Baden-Württemberg, die sich für die Studienrichtung Eventmanagement interessiert.

 Die nächste Info-Veranstaltung findet am Samstag, 22. Oktober 2011, statt.

Der HIB-Absolvent Christian Baum – die Vielfältigkeit eines Berufsprofils im Recruiting

Donnerstag, den 30. Juni 2011

Christian BaumAnnette Höhne interviewte Christian Baum (31), Absolvent des Jahrgangs 2002, zu seinem beruflichen Werdegang.

Welches Programm haben Sie damals an der HIB abgeschlossen?
Ich habe damals das Programm zum „Internationalen Management-Assistenten“ absolviert und anschließend noch den „Bachelor (Hons) in Management, Business Administration“ der Partnerhochschule in Durham (Großbritannien) erfolgreich abgeschlossen.

Wo hatten Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt?
Mein erstes Pflichtpraktikum habe ich bei der Vereinten Krankenversicherung (heute Allianz Private Krankenversicherung AG) in München im Bereich „Personalmarketing“ gemacht. In den zwölf Wochen habe ich gemeinsam mit meinem damaligen Chef ein Rekrutierungshandbuch erstellt, das sich um die Frage „Wie gewinnen wir neue Mitarbeiter für den Außendienst?“ drehte. Dieses Projekt habe ich vom ersten Brainstorming bis hin zum druckfertigen und einsatzbereiten Exemplar begleitet und inhaltlich ergänzt. Hier habe ich zum ersten Mal Kontakt zum Thema „Personal“ gehabt, dem ich bis heute treu geblieben bin.

Mein zweites Praktikum fand aufgrund der Fortsetzung meines Studiums in England ganz in der Nähe des Wohnorts meiner Eltern statt, was die parallele Organisation meines Umzugs erleichtern sollte. Diesmal war es bei der Scheffel GmbH, einem kleinen Familienunternehmen mit nicht einmal zehn Mitarbeitern. Dementsprechend generalistisch hat sich auch mein Tätigkeitsfeld dargestellt: Von der Durchführung von Transporten über die Mitarbeit in der Produktion bis hin zur Organisation des Messeauftritts in Frankfurt. Es ging mir bei der Wahl der Praktika vor allem darum, ein gewisses Kontrastprogramm kennen zu lernen – also einmal ein Großunternehmen von Innen zu sehen, in dem jedem Mitarbeiter quasi eine Spezialistenfunktion zukommt, und beim zweiten Mal in einem Kleinunternehmen zu sein, in dem man dann auch mal „Mädchen für alles“ ist.

Im Jahrgang 2002 gehörte die Fortsetzung des Studiums in einem englischen Bachelorprogramm noch zu den Ausnahmen und die HIB war noch nicht akkreditiert. Was hatte Sie dazu bewegt ein Jahr in England dranzuhängen? Und worüber haben Sie Ihre Bachelorarbeit geschrieben?
Meine Motivation, noch ein Studium in England dran zu hängen, hat sich aus unterschiedlichen Aspekten ergeben: Zum einen war mir klar, dass sich meine beruflichen Chancen deutlich erhöhen, wenn ich den Anforderungen der Globalisierung mit einer internationalen Ausbildung begegne. Zum anderen ging es mir aber um die Herausforderung an sich: Ich wollte die englische Sprache nicht mehr als eigenes Fach sehen, sondern als Grundvoraussetzung für meine inhaltliche Weiterentwicklung.

Dass man einen ersten qualifizierenden Abschluss durch die Kooperation mit der HIB in nur einem Jahr erwerben konnte, war ein schöner Nebeneffekt. Hinzu kam auch, dass ich damals Deutschland für einen bestimmten Zeitraum den Rücken kehren und etwas Neues sehen wollte.

Meine Bachelor-Arbeit habe ich über „Die Positionierung und Wahrnehmung von Automobilmarken in Europa“ geschrieben, es ging also um Marken-Management. Im Laufe der Zeit hat sich das Thema jedoch als derart umfangreich herausgestellt, so dass ich als einziger Student um eine Anhebung des Wortlimits gebeten und sie – nach guter Begründung – auch bekommen habe. 10.000 Wörter sind wirklich nicht viel… ich hatte am Ende fast 9.800 Wörter nur an Fußnoten.

Hatten Sie konkrete Vorstellungen von Ihrem Traumjob? War für Sie sofort klar, dass nach dem Studium direkt der Berufeinstieg folgt?
Ja, mir war schnell klar, dass ich mich nach dem Studium sofort in die Arbeitswelt stürzen wollte. Ich fühlte mich wissenstechnisch gut ausgerüstet und wollte nun einfach sehen, wie sich die Praxis anfühlt und mein eigenes Geld verdienen. Konkrete Vorstellungen von meinem Traumjob hatte ich nur insofern, als dass ich wusste, dass der Job ein gewisses Maß an Internationalität haben und Abwechslung mitbringen sollte.

Sie sind nach dem Abschluss direkt in den Beruf eingestiegen, wie haben Sie das gemacht?
Ich habe mir überlegt, in welchen Berufen ich mich wohl fühlen könnte und welche Branchen meinen Wunschvorstellungen am ehesten entsprechen. Ab da war es einfach Fleißarbeit: Eine Bewerbung nach der anderen schreiben und sehen, was zurückkommt.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB und welche Themen vom Studium begegnen Ihnen heute in der beruflichen Praxis wieder?
Es wäre falsch, an dieser Stelle einzelne Veranstaltungen und Themen besonders hervor zu heben. Der starke Praxisbezug der Ausbildung war später sehr hilfreich, ebenso die Pflichtpraktika. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass keine Theorie – also Ausbildung bzw. Studium – später eins zu eins die Praxis widerspiegeln kann. Die Frage ist nur, wie groß die Implementierungslücke zwischen Theorie und Praxis ist. Die Ausbildung an der HIB-Academy schafft es, diese recht klein zu halten.

Heute arbeiten Sie bei Huxley Associates in Frankfurt als Recruitment Consultant. Wie sah ihr beruflicher Weg dorthin aus?
Meinen Berufseinstieg hatte ich Ende 2003 bei der Hager Unternehmensberatung GmbH, wo ich das Executive Search von der Pike auf gelernt habe. Es war ein tolles Arbeitsumfeld, zu meinem Bedauern hatte ich aber keinen Einfluss auf die Mandate, d.h. meine Kunden waren Hersteller, Systemhäuser und Distributoren aus dem IT- und Telekommunikationsbereich. Dieser „Bauchladen“ an Mandaten führte dazu, dass die Lernkurve nach etwa zwei Jahren ziemlich abgeflacht ist.

Fast drei Jahre später wurde ich dann von Smith Jessen Headhunters abgeworben, einer Headhunting-Agentur, die auf Banken spezialisiert war und auch Niederlassungen in Paris, Zürich, Singapur, Hongkong, Dubai und Istanbul hatte. Grund für diesen Wechsel war mein Wunsch nach einer Spezialisierung verbunden mit einer stärkeren Internationalität des Unternehmens. Zudem wollte ich sowohl mein Grundgehalt als auch die Vermittlungsprovisionen erheblich verbessern.

Dort war ich für den Fixed-Income-Bereich (festverzinsliche Wertpapiere) über alle Funktionen zuständig, d.h. ich habe eigenständig und eigenverantwortlich Suchmandate abgewickelt. Zu meinen Aufgaben gehörten das Aufsetzen von Zielfirmenlisten, die Definition der Suchparameter, das Briefing des Ident-Teams sowie die regelmäßige Überprüfung der Ident-Ergebnisse. Darüber hinaus war ich für die Direktansprache der potenziellen Kandidaten, das Führen von Interviews, die Präsentation von Kandidaten bei Kunden bis hin zur Begleitung der Gehaltsverhandlungen zuständig. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Anfang 2009 sind uns dann alle Aufträge weg gebrochen und das Unternehmen rutschte in die Insolvenz. Dadurch war ich gezwungen, mir wieder einen neuen Arbeitgeber zu suchen.

Mir war schnell klar, dass ich mir – wenn ich weiterhin Banken und Finanzdienstleister als Kunden betreuen möchte – ein neues Themenfeld suchen musste, was auch die nächsten Jahre noch Nachfrage garantiert. Was sich dafür geradezu anbot, war das Thema „Financial Risk Management“, also genau die Funktionen, die zukünftig dafür Sorge tragen sollten, dass sich so eine Finanzkrise nicht wiederholen kann. Inhaltlich war das alles zwar komplett neu für mich, denn vor der Krise wurde diesem Bereich kaum Bedeutung beigemessen – mitunter ein Grund, warum es überhaupt zur Krise kam!

Ich setzte mich also Ende 2009 mit einem Bekannten, der Country Director eines Geschäftszweiges einer internationalen Personalberatung ist, zusammen und wir überlegten uns, inwiefern der Aufbau eines neuen Geschäftsfelds für sein Unternehmen Sinn macht und ob ich mir dies alleine zutraue. Das Ziel, bereits im ersten Jahr sechsstellige Umsatzzahlen zu schaffen, war sportlich, aber bekanntlich wächst man ja mit den Herausforderungen. Mit Neugier, Selbstvertrauen, Fleiß, genügend Frustrationstoleranz und einem Plan im Gepäck habe ich mich dann ans Werk gemacht.

Um ehrlich zu sein… ich hatte es mir viel einfacher vorgestellt, ein komplett neues Geschäftsfeld von Null an alleine aufzubauen. Trotzdem hatte ich die gesteckten Ziele zum Ende des Jahres erreicht, was für meinen Arbeitgeber dann auch ein Zeichen dafür war, dass wir langfristig gemeinsam noch viel mehr erreichen können.

Durch seine hervorragenden Managementfähigkeiten und ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 wurde mein bisheriger Vorgesetzter dann auch zum Country Director für alle anderen Geschäftszweige, darunter auch Huxley Associates, bestellt. Im Rahmen dieser Zuständigkeitsveränderung habe ich ihn dann um eine firmengruppeninterne Versetzung gebeten, was dann auch innerhalb von zwei Tagen geklappt hat.

Seit Anfang 2011 bin ich nun bei Huxley Associates im Global Markets Team und dort für sämtliche Front Office Funktionen bei Banken und Finanzdienstleistern in Deutschland und Österreich zuständig.

Wie würden Sie Ihr Jobprofil kurz beschreiben?
Mein Aufgabenfeld würde ich als recht vielseitig und abwechslungsreich beschreiben, da ich für jedes meiner Projekte von A bis Z verantwortlich bin. Ich habe meinen eigenen Markt, den ich kunden- und kandidatenseitig betreue, ich akquiriere meine Suchmandate selbst und verhandle meine Honorare eigenständig. Dann bin ich für die gesamte Projektsteuerung und –abwicklung verantwortlich, d.h. ich generiere Kandidaten für meine Mandate (über die Direktsuche, mein persönliches Netzwerk, Datenbanken und Jobbörsen), interviewe geeignete Personen, stelle diese bei meinen Kunden vor und unterstütze viel versprechende Bewerbungen indem ich sie auf Interviews vorbereite, coache und als „Puffer“ zum Kunden fungiere. Letzten Endes bin ich auch in die Gehaltsverhandlungen eingebunden und helfe, wenn nötig, auch den Kandidaten beim Kündigungsprozess.

Aktuelle Vakanzen zu füllen ist zwar nur ein Teil meines Jobs, aber dafür das „Brot-und-Butter“-Geschäft, bei dem Schnelligkeit, Passgenauigkeit und Kontrolle über die Prozesse eine große Rolle spielen. Es geht aber im zweiten Schritt – also wenn jemand seinen Markt, die Trends sowie die „Mover & Shaker“ kennt – darum, antizipieren zu können, wohin der Markt steuert, welche Profile in 6-12 Monaten wichtig werden und mit welchen Banken man einen eher strategischen Dialog führen möchte. Dies funktioniert nur, wenn man sich von der Konkurrenz abhebt, von den Marktteilnehmern akzeptiert wird und den Anspruch an sich selbst hat, einen fachliches Verständnis zu entwickeln, das über das eines normalen Personalberaters hinaus geht.

Wem das gelingt, der schafft es auch, ganze Teams von einer Investment Bank zur anderen zu bringen und das sind dann die Mandate, die sich jeder Headhunter wünscht. Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch für die eigene Reputation. Im Endeffekt besteht im Markt nur der, der auch liefert, was er verspricht und das spricht sich schnell herum. Auf einmal möchten viele Häuser, dass man für sie arbeitet, sie kommen mit Mandaten aktiv auf einen zu und was gibt es Schöneres, als sich die Positionen aussuchen zu können, die man bearbeiten möchte.

Wie gewichten Sie theoretische Erfahrungen aus dem Studium an der HIB, in UK und praktische z. B. aus Praktika für eine erfolgreiche Bewerbung? Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Bewerbungsverfahren gewonnen, auch wenn es schon lange zurückliegt?
Grundsätzlich kann ich sagen, dass praktische Erfahrung der theoretischen Erfahrung immer vorgezogen wird und dass Kandidaten mit Erfahrung – auch wenn diese nur theoretisch ist – bessere Chancen haben, als Personen, die „nur“ das Potenzial für etwas mitbringen.

Aber dies ist nur eine Seite der Medaille, denn, die Fähigkeit zur Selbstvermarktung, also wie überzeugend, selbstsicher, motiviert und lernwillig man im Interview auftritt, ist mindestens genauso wichtig. Darüber hinaus möchten potenzielle Arbeitgeber sehen, dass man auch eine ziemlich genaue Vorstellung davon hat, was man möchte und warum man es möchte. Wer beispielsweise auf eine Anstellung im Sales aus ist, muss mit Überzeugung und Leidenschaft vermitteln können, dass es das ist, was einen wirklich interessiert.

Es ist zwar gut, wenn man für sich selbst ein gewisses Maß an Flexibilität besitzt und nicht nur auf einen Job festgelegt ist. Aber dies würde ich meinen potenziellen Arbeitgeber nicht sofort wissen lassen, denn im schlimmsten Fall kann einem dies negativ ausgelegt werden wenn es heißt, „er/sie weiß nicht wirklich, was er/sie will!“.
Viel komfortabler ist die Situation natürlich, wenn man – wie es mir auch schon passiert ist – abgeworben wird, denn hier ist das Unternehmen, das einen einstellen möchte, quasi selbst Bewerber.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen?
Am wichtigsten sind sicherlich sehr gute kommunikative Fähigkeiten. Zuerst muss es gelingen, den potenziellen Auftraggeber von mir und meiner Dienstleistung zu überzeugen und anschließend werden die Konditionen für eine Zusammenarbeit verhandelt. Ab da muss ich dann auf Seiten der Kandidaten meinen Auftraggeber vertreten und umgekehrt. Trotzdem, und das lernt man erst mit der Zeit, darf ich in dieser Konstellation meine eigenen Ziele nicht aus den Augen verlieren, d.h. ich muss den Prozess so steuern, dass ich auch für mich das Optimum heraushole.

Damit sind wir auch gleich beim nächsten wichtigen Punkt, dem verkäuferischen Geschick. Dieses hat man, oder man hat es nicht. Sicherlich kann man auch hier Vieles lernen, aber oft ist es so, dass man Fähigkeiten auf diesem Gebiet hat oder auch nicht.

Ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz ist ebenfalls von Nöten, denn schließlich hat man es mit Menschen zu tun, die auch nicht immer rational entscheiden. Ich nenne es gerne den „Faktor X“, den man nicht immer kontrollieren kann. Ein guter Consultant hat bei seinen Mandaten den Erfolg zu ca. 90% selbst in der Hand, die anderen zehn Prozent kann er kaum bzw. gar nicht beeinflussen. Ein exzellenter Consultant kann diese zehn Prozent nochmals auf drei bis fünf Prozent drücken, aber es wird nie möglich sein, sie auf Null zu bringen.

In meinem Beruf braucht man ebenso ein Gespür für das Wesentliche, ein persönliches Verhältnis zu Kunden und Kandidaten sowie einen Blick für Details, denn sehr oft sind es Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wenn einer meiner Kandidaten von einem meiner Kunden ein Vertragsangebot bekommt, weiß ich durch den engen Kontakt und regen Austausch über fast alles Bescheid… Um es etwas übertrieben zu formulieren: welche Hobbys hat er, wohin der letzte Urlaub ging, was ist das Lieblingsparfum seiner Frau, wie alt sind seine Kinder und wie groß deren Freundeskreis ist, ob er zur Miete wohnt oder ein eigenes Haus besitzt, etc. …

Zu guter Letzt – und bei aller Liebe für Qualität in der Arbeit – ist auch eine hohe Frequenz in der Aktivität in meinem Job wichtig. Tiger Woods, der Golf-Spieler, sagte einmal „The more I practise, the luckier I get!“, d.h. man kann mit Fleiß sein Glück auch irgendwie erzwingen.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Genießt die Studienzeit, das Berufsleben kommt früh genug!

Absolventenfeier am 22. Oktober 2011 im Brahmssaal

Freitag, den 27. Mai 2011

Große Freude bei den Absolventen bei der Graduation Ceremony 2010.

Am Samstag, 22. Oktober 2011, ist es wieder soweit: Die Absolventen des Bachelor-Studiums der Heidelberg International Business Academy (HIB) feiern im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Brahmssaal (Musik- und Singschule Heidelberg) ihren Abschluss und bekommen ihre Zeugnisurkunden überreicht.

Das genaue Programm der Graduation Ceremony wird noch bekannt gegeben.

Durch Soft Skills-Training fit für den Job – HIB-Absolvent im Trainee-Programm

Dienstag, den 3. Mai 2011

Sascha Reinkober - HIB-AbsolventWas haben Sie an der HIB studiert und warum? Wo haben Sie Ihre Praktika durchgeführt?

Ich habe International Business with Marketing an der HIB studiert. Ich wollte einen Studiengang, der es mir ermöglicht, so flexibel wie es nur geht bei meiner Jobsuche zu sein. Eine immer stärkere Internationalisierung der heutigen Berufe ist ohne einen internationalen Studiengang, mit vielen Sprachen-Know-how, kaum noch wegzudenken. Kaum ein Unternehmen kann noch ohne internationaler Expansion oder Handel mit dem Ausland bestehen, daher sind eine gute Ausbildung und Sprachen das A und O auf dem Job Markt.
Mein Praktikum habe ich bei der Firma Megro GmbH & Co.KG absolviert. Zu meinen Aufgabenfeldern gehörten die telefonische und schriftliche Kundenakquise in Spanien, Portugal und den Niederlanden sowie Übersetzungen Deutsch-Englisch-Spanisch. Gestaltung von Werbe- und Infomaterialien sowie Präsentationen …

Im Sommer 2010 haben Sie ja gerade erst Ihren Bachelor abgeschlossen. Was ist seitdem passiert?
Ich habe mich bei zahlreichen Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen beworben, mehrere Assessment Center, Telefoninterviews und Bewerbungsgespräche geführt. Außerdem habe ich die Zeit noch für einen längeren Urlaub bei meiner Familie in Spanien genutzt. Noch während meines Urlaubs, bewarb ich mich bei SIDESTEP und führte ein Telefoninterview mit der Recruitingabteilung. Kurz darauf wurde ich zum Auswahlverfahren für die Position Trainee zum Filialleiter eingeladen und war von der ersten Minute an vom Unternehmen RUNNNERS POINT/SIDESTEP begeistert.

Nach einem zweimonatigen Vorbereitungsprogramm, während dessen ich die Filialneueröffnung in Saarbrücken begleiten durfte und prüfen konnte, ob der Job zu mir passt, wurde ich nach Oberhausen versetzt und startete mein Trainee-Programm. Das Trainee-Programm in der SIDESTEP Filiale in Oberhausen absolvieren zu dürfen, stellt für mich eine große Herausforderung dar. Sie ist eine der umsatzstärksten Filialen des Unternehmens und mit einem 15 köpfigen Team, auch was die Personalzahl angeht, sehr groß. Auf mehreren Seminaren wurde ich noch stärker in den Themen Warenmanagement, Produktpräsentation, Verkaufs-Know-how und Führung eingearbeitet.

Hätten Sie vor einem Jahr gedacht, dass Sie einmal in dieser Branche arbeiten werden? Wie viele Schuhe stehen in Ihrem Schrank?
SIDESTEP war mir als Unternehmen bisher nicht bekannt gewesen. Sie wurden ja auch erst 2003 als eigenständige Division von RUNNERS POINT gegründet und treten jetzt erst verstärkt auch in Süddeutschland auf. Sie vermarkten Lifestyle Schuhe und haben den Anspruch an sich selbst in den kommenden Jahren Marktführer in Deutschland zu werden. SIDESTEP ist eine von fünf Divisionen die zu RP gehören. Diese sind, RUNNERS POINT, Run², RUNNERS POINT Franchise, Tredex und eben SIDESTEP.

Ich habe mich schon immer für Sneaker und Lifestyle Schuhe begeistert, aber ich muss zugeben, es war keine Branche, die ich mir als Arbeitgeber zunächst vorgestellt hatte. Ich habe zufällig auf der Suche nach Trainee-Programmen bei einer Online Jobbörse die Stellenausschreibung von SIDESTEP gesehen, mich über das Unternehmen informiert und dachte mir, „Hey, wieso eigentlich nicht.“ Letztendlich ist es doch egal, um was für ein Produkt es sich handelt. Wir haben schließlich einen Studiengang mit International Business gewählt, gerade um flexibler zu sein, wenn es darum geht, in welcher Branche wir arbeiten können. Wichtig ist nur, dass der Job an sich uns Spaß macht. Sich schon früh auf eine Branche zu versteifen, kann daher nicht immer von Vorteil sein. Klar, einerseits hat man ein klares Ziel auf dass man hinarbeiten kann, andererseits verschließt man dadurch vielleicht auch den Blick für andere Jobs, die einem noch mehr Spaß und berufliche Erfüllung bringen könnten. Ich bin da das beste Beispiel. Jetzt kann ich mir keinen schöneren Job vorstellen obwohl es nicht meine erste Wahl war. Die Frage, nach der Anzahl meiner Schuhe im Schrank, ist eine oft gestellte in unserer Branche. Wenn man täglich so viele tolle Lifestyle Schuhe um sich herum sieht und man dann auch noch 50% Preisnachlass als Angestellter erhält, greift man natürlich öfters zu. 20 Paar Schuhe dürften es mittlerweile durchaus daher schon geworden sein. Dies ist aber noch nichts im Vergleich zu der Anzahl an Schuhen unseres Leiters der Personalentwicklung. 250 Paare darf er sein Eigen nennen. …

Was war der Ausschlag, sich für das von Ihnen gewählte Trainee-Programm zu bewerben?
Für mich war die Mischung der Aufgabenfelder das interessanteste an dem Job. Als Filialleiter bin ich mein eigener Chef. Ich muss mich um das Personal, die Ware und die Kunden kümmern. Das bedeutet: Mitarbeiter einstellen und weiterentwickeln, die Personalplanung machen, neue Ware für das nächste Quartal aussuchen, wirtschaftliche Kennzahlenanalysen machen und weitere Schritte dadurch planen, auf der Fläche mit dem Kunden agieren, preispolitische Entscheidungen treffen… kurz gesagt, ich führe mein eigenes kleines Unternehmen!!! Ich habe also das Produkt, meine Mitarbeiter und den Kunden jeden Tag um mich und sehe täglich den wirtschaftlichen Erfolg meiner Arbeit in der Kasse. Anders als bei einem reinen Schreibtischjob, wo ich meine Kunden vielleicht nur per E-Mail oder Telefon „treffen“ kann.

Hat das Trainee Ihre Erwartungen erfüllt?
Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sie wurden sogar auch übertroffen. Ich hätte nie damit gerechnet, dass es mir so viel Spaß machen könnte. Die Teamarbeit und die Kunden stellen jeden Tag wieder neue Herausforderungen dar und so wird es nie langweilig. Außerdem wächst man menschlich auch sehr, wenn man sich tagtäglich auf die verschiedensten Situationen und vor allem Charaktere einstellen muss.

Wie geht es nach dem Trainee-Programm für Sie weiter, vorausgesetzt, Sie wissen es schon?
Ich bekomme meine eigene Filiale, die ich dann zu maximalem wirtschaftlichen Erfolg führen werde. Außerdem expandiert SIDESTEP auch im Ausland sehr stark (Niederlande, Österreich). Weitere Länder sind für die Zukunft geplant. Daher sucht das Unternehmen ständig nach qualifizierten Führungskräften. Da ich vorhabe noch lange im Unternehmen zu bleiben, könnte ich mir gut einen Job als Regional Manager oder Gebietsleiter z. B. Spanien vorstellen wenn es die Möglichkeit einmal geben sollte. Ansonsten bietet das Unternehmen jedem fähigen Mitarbeiter Karrieremöglichkeiten. Filialleiter stellt für mich natürlich jetzt eine große Herausforderung dar, jedoch sehe ich diesen Posten nur als erste Stufe auf der Karriereleiter an.

Welche Themen aus Ihrem Studium tauchen in Ihrem Tagesgeschäft wieder auf?
Kennzahlenanalyse aus BAD z. B. stellt ein wichtiges Thema im Tagesgeschäft dar. Hierbei geht es aber nicht nur um Umsatzgrößenbestimmung, sondern auch um Flächenanalysen von Produkten. Heißt: Könnte ich mehr Umsatz generieren mit einem Schuh, wenn ich ihm eine andere Stellfläche zuweise. Hierbei spielt auch das Marketing eine wichtige Rolle. Jeder Stellplatz in der Filiale ist nach ABC-Flächen gegliedert und jede Stapel- oder Wandpräsentation eines Schuhs hat marketingpsychologische bzw. verkaufsfördernde Hintergründe. In der Anfangszeit des Trainee-Programms sind aber die Soft Skills am wichtigsten sein. Durch die verschiedenen Kurse an der HIB und den vielen Präsentationen fällt es mir sehr leicht auf die Kundschaft zuzugehen oder Themen für Teamsitzungen zu erarbeiten bzw. vor dem Team zu präsentieren. All dies ist wichtig, um seine Wirkung nach außen als Führungskraft schon früh zu festigen. Ein sicheres Auftreten vor der Kundschaft und vor dem Team ist dabei sehr wichtig und das haben wir ja nach drei Jahren an der HIB gelernt.

Was möchten Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?
Versteift euch nicht auf die großen Firmen oder toll klingende Branchen auf eurer Jobsuche. Lasst euch einfach überraschen, was euch erwartet und bewerbt euch auch mal in Branchen, die ihr euch vorher nie vorgestellt hättet. Und auch wenn ihr nicht immer versteht, warum ihr jetzt schon wieder eine Präsentation halten müsst, noch ein Soft Skills-Training oder noch ein PDP machen müsst. Es hilft euch im Job und vor allem bei den ACs und Bewerbungsprozessen.

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

Mit viel Spaß und Einsatz den Teamgeist stärken!

Dienstag, den 19. April 2011

Das HIB-Team ordnet sich neu.Elf Dozenten und Mitarbeiter der HIB verbrachten den Dienstagmorgen, 19. April 2011, im Hochseilgarten in Neckargemünd.

Aber es ging nicht in schwindelnde Höhe, sondern das HIB-Team versuchte sich am Niederseilparcour mit Teamübungen in Bodennähe.

Trainerin Michi war zufrieden: “Ihr seid ein gutes Team und könnt’ euch noch viel mehr zutrauen!”

Gemeinsam schaffte man es sehr schnell, eine Wippe auzubalancieren und sich den Herausforderungen des Niederseilparcours zu stellen. Ein Tennisball auf einem Ring wurde an Schnüren und mit vereinten Kräften durch das Gelände getragen.

“Wir hatten viel Spaß und fühlen uns stark im Team”, war das Resümee der Veranstaltung.

 Weitere Bilder gibt es auf der HIB-Seite in facebook: http://www.facebook.com/HIB.Academy

 

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Zwei HIB-Alumnis bei Karawane Reisen in Ludwigsburg!

Freitag, den 15. April 2011

Indra Waldbüßer und Ute Bender haben an der Heidelberg International Business Academy Tourismusmanagement studiert und 2003 beziehungsweise 2004 ihren Abschluss gemacht. Annette Höhne sprach mit ihnen über ihre Studienwahl und ihren Berufseinstieg.

Indra Waldbüsser GalapagosWo haben Sie Ihre Pflichtpraktika für Ihr Tourismusstudium gemacht?

Indra Waldbüßer:
Bei Pacific Cycle Tours www.bike-nz.com in Governors Bay bei Christchurch, Neuseeland und bei Rutas Patagonia www.rutaspatagonia.com im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien, Chile.

Ute Bender: Das erste Praktikum bei der Basic Service Group in Mainz im Bereich Tourismus-Marketing. Das zweite Praktikum in der Okambara Elephant Lodge, einer Gästefarm in Namibia. Nach dem Aufenthalt in Namibia habe ich auch noch zusätzlich sieben Monate ein Praktikum im Travel Management bei ABB in Mannheim absolviert, um die Zeit zwischen Namibia und Jobeinstieg zu überbrücken.

Ute Bender in Namibia.Welchen Einfluss hatten Ihre Praktika auf den Jobeinstieg?

Indra Waldbüßer: Zunächst hatten meine Praktika wenig Einfluss, aber für meinen Beginn bei Karawane Reisen GmbH waren meine hervorragenden Zielgebietskenntnisse durch meine Praktika von großer Bedeutung.

Ute Bender: Mein Praktikum hatte einen sehr großen Einfluss auf meinen Jobeinstieg, da mir die Besitzer der Lodge in Namibia empfohlen haben, mich bei Karawane zu bewerben und dort auch ein gutes Wort für mich eingelegt haben. Außerdem konnte ich dort meine Afrika-Kenntnisse noch vertiefen.

 

Seit Ihrem Abschluss ist eine lange Zeit vergangen. Was ist nach dem Abschluss beruflich passiert?

Indra Waldbüsser in der Südsee.Indra Waldbüßer:
Nach meinem Praktikum in Chile habe ich weiterhin im Nationalpark Torres del Paine in Chile gearbeitet. Mein Arbeitgeber war Cascada www.cascada.travel. Zum Saisonende bin ich nach Deutschland zurückgekehrt und habe bei einem Fernreisespezialisten begonnen: Canusa www.canusa.de. Anschließend folgte ein Wechsel zu Pineapple Tours www.pineapplereisen.at.

Im Frühling 2007 bekam ich dann die ersehnte Stelle bei Karawane Reisen GmbH in der Abteilung für Australien, Neuseeland, Südsee und Südamerika. Wir erstellen individuelle und persönliche Reiseverläufe für Direktkunden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass wir uns vor Ort auskennen. Und so konnte ich bereits viele dieser Länder bereisen.

Ute Bender in Botswana.Ute Bender: Nach den wirklich guten Erfahrungen in Namibia und bei ABB arbeite ich nun seit August 2005 bei Karawane Reisen in Ludwigsburg in der Afrika-Abteilung im Bereich Sales und Products.

Was war der Ausschlag für Sie bei Karawane Reisen anzufangen?

Indra Waldbüßer:
Karawane Reisen GmbH war mir seit meiner Jugend als Fernreisespezialist bekannt. Ich wollte bei einem Reiseveranstalter für Fernreisen arbeiten und bekam ein gutes Jobangebot aufgrund meiner Zielgebietskenntnisse und Erfahrung mit den Computerprogrammen, mit denen wir bei Karawane arbeiten.
Toll ist auch, dass wir pro Jahr an einer Inforeise in eines unserer Zielgebiete teilnehmen dürfen.

Ute Bender in Livingstone.Ute Bender: Ich hatte immer gehofft, meine Leidenschaft für Afrika auch beruflich einbringen zu können, was mir letztendlich gelungen ist. Des Weiteren hat mich begeistert, dass Karawane Reisen auf individuelle Kundenwünsche eingeht und nicht nur Produkte „von der Stange“ verkauft.

Welche Themen aus Ihrem Studienprogramm sind Ihnen im Tagesgeschäft wieder begegnet?

Indra Waldbüßer: Sehr nützlich waren die Fachkenntnisse in dem Reservierungssystem Amadeus und natürlich auch die Fremdsprachen, und hier in erster Linie Englisch. Dies benötige ich tagtäglich. Aber auch die Kenntnisse in Reiserecht sind sehr nützlich, damit wird man immer wieder konfrontiert.

Ute Bender: Da wir bei Karawane Reisen auch mit Amadeus arbeiten und dies täglich anwenden, war es sehr von Vorteil, dass ich dieses Reservierungssystem im Studium bereits kennen gelernt habe. Fremdsprachen, vor allem Englisch, gehören zum Alltag. Aber auch weitere Punkte, wie zum Beispiel Reiserecht oder Tourismus-Marketing konnte ich im bisherigen Arbeitsleben immer wieder gebrauchen.

Was möchten Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?

Indra Waldbüsser auf den Osterinseln.Indra Waldbüßer: Alles mitnehmen, was geht! Und vor allem, wenn möglich, ein Praktikum im Ausland machen, um die Sprache zu festigen und ein Gespür für andere Mentalitäten und Arbeitsweisen zu bekommen.

Ute Bender: Ein Praktikum im Ausland während des Studiums ist sinnvoll und empfehlenswert. Hier kann man seine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen und auf jeden Fall beim zukünftigen Arbeitgeber punkten. Die Arbeit in der Touristik ist immer abwechslungsreich und spannend, ich bin wirklich froh, dass ich mich für dieses Berufsfeld entschieden habe.

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

Interview mit der Eventmanagerin Laura Luft, HIB-Absolventin 2007

Freitag, den 1. April 2011

laura-luft.jpgAnnette Höhne führte ein Interview mit Laura Luft, Absolventin des Jahrgangs 2007, zu ihrem Jobeinstieg. Laura Luft arbeitet inzwischen im Eventmanagement bei einer internationalen Kapitalanlagegesellschaft.

Welches Programm haben Sie an der HIB abgeschlossen?
Ich habe den Bachelor Studiengang im Bereich Congress & Event Management abgeschlossen.

Wo hatten Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt?
Mein Pflichtpraktikum habe ich beim Congress Center Messe Frankfurt durchgeführt. Dort war ich vor allem im Bereich Marketing und Sales tätig, für die Kundendatenbankpflege verantwortlich und wurde unterstützend bei Events vor Ort eingesetzt.

Hatten Sie konkrete Vorstellungen von Ihrem Traumjob? War für Sie sofort klar, nach der Ausbildung direkt in den Beruf einzusteigen?
Zunächst hatte ich mir überlegt, ob ein anschließendes Masterstudium nicht ratsam wäre. Doch ich wollte auch so schnell wie möglich Berufserfahrung sammeln. Ich denke, es zahlt sich am Schluss doch aus, direkt in den Beruf einzusteigen, denn gerade im Bereich Eventmanagement zählen Erfahrung und die nötigen praktischen Berufsjahre, um eine passende Karriere anzustreben. 

Sind Sie nach dem Abschluss direkt in den Beruf eingestiegen? Wenn ja, wie?
Ich hatte mich auf konkrete Stellenausschreibungen beworben, erhielt aber eine schnelle Zusage für ein 6-monatiges Praktikum. Somit war ein nahtloser Übergang vom Studium in das Berufsleben möglich. Ich konnte schnell die nötigen Kontakte knüpfen und bekam noch während meiner Praktikumszeit eine interne Stelle angeboten.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB und welche Themen vom Studium begegnen Ihnen heute in der beruflichen Praxis wieder?
Ich fand die Gruppenprojekte, wie z. B. für Fraport und die Stadtverwaltung Ettlingen sehr interessant, da man hier an einem echten Projekt arbeiten und somit erste berufsnahe Erfahrungen sammeln konnte. Es begegnen einem im Berufsleben immer wieder neue spannende Themen und Aufgaben und das theoretische Wissen bietet hierzu eine gute Grundlage. 

Wie gewichten Sie theoretische Erfahrungen aus dem Studium und praktische, z. B. aus Praktika, für eine erfolgreiche Bewerbung? Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Bewerbungsverfahren gewonnen?
Theorie ist die eine Sache, Praxis die andere. Ich konnte mir durch verschiedene Praktika einen guten Überblick über die angestrebten Berufswege machen und so auch schneller aussortieren, was mir am ehesten lag oder nicht. Für das Berufsleben spielt die Theorie eine wichtige Rolle. Gerade soft skills und weitere Fähigkeiten werden immer stärker nachgefragt. Somit müssen sich die aus dem Studium erworbenen Kenntnisse und die eigenen Fähigkeiten und Motivationen für den Job zusammenfügen. Man sollte kein „Fachidiot“ sein, sondern sich flexibel auf neue Gegebenheiten einstellen können. Zudem lernt man nie aus und mit jedem Projekt gewinnt man an Erfahrung.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in die Eventbranche einzusteigen?
Wichtig ist, neben den fachlichen Kenntnissen, das Verständnis für das “große Ganze”. Ein Event sollte zwar im Detail aber auch aus der Unternehmensperspektive betrachtet werden. Es ist ein hohes Kundenverständnis nötig, damit man auf deren Bedürfnisse und Anforderungen eingehen kann. Je flexibler man selbst ist, desto eher kann man sich auf die unterschiedlichsten Kundenwünsche einstellen und somit ein besseres Event abliefern. Die Erfahrung spielt aber auch eine große Rolle. Man wird teilweise vor Herausforderungen gestellt, die man in der Theorie nicht erlernen kann, da bei jedem Event die Gegebenheiten anders sind und somit auch die Anforderungen. Schablonendenken ist nicht gefragt. Kreativität bei der Konzeptentwicklung liefert somit optimale und erfolgreiche Events.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Man sollte hohe Anforderungen an sich selbst stellen, um somit das Optimum für die Firma, die Kunden etc. zu geben. Das Betrachten eines Events, aus der „Vogelperspektive“, in diesem Falle aus Sicht des Kunden, führt immer zu neuen Erkenntnissen und man wird nicht dazu verleitet, mit der Leistung „nur zufrieden“ zu sein, sondern hat das Bestreben sich stets zu verbessern. Ich fand die Wahl des Bachelor Studienganges für meinen Beruf sehr passend, denn man bekommt fundiertes theoretisches Grundlagenwissen vermittelt und kann dann schnell in den Beruf einsteigen. Der Master bietet zudem noch die  Möglichkeit zu einem Karrieresprung. Aber je früher man im Berufsleben Fuß fassen kann, desto besser ;-)

Die HIB-Absolventin Eva-Maria Hunger über den Weg zu ihrem Traumjob…

Donnerstag, den 3. März 2011

evamariahunger.jpgWelchen Studiengang haben Sie an der HIB abgeschlossen?
Ich habe 2008 an der HIB mit dem Bachelor in International Business Administration with Marketing and Media Management abgeschlossen.

Was war der Grund für Ihre Entscheidung an der HIB zu studieren?
Da ich generell ein Mensch bin, der sehr schnell, effizient und konkret eine Entscheidung über meinen Nutzen oder Nichtnutzen einer Sache erkennt, habe ich sehr bald erkannt, dass mich das klassische Hochschulsystem zu einem Theoretiker und weniger zu einem Macher ausbilden würde. Da ich darin weder einen Nutzen, noch einen Vorteil für mich erkannte, war klar, dass ich einen Weg gehen musste, der eben von nur wenigen gegangen wird. Dies jedoch ist oft ein Indiz dafür, dass es der richtige Weg ist. So bin ich nach einigen Recherchen recht schnell auf die HIB gestoßen. Hier erkannte ich meinen persönlichen Vorteil, traf eine Entscheidung und würde sie auch immer wieder genauso treffen.

Wo haben Sie während des Studiums Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt und warum?
Mein Pflichtpraktikum habe ich auf Long Island, New York bei der Firma PartMiner Inc. absolviert. Grund dafür war, dass ich bereits vor meinem Studium ein Jahr dort gelebt hatte und so auch die ein oder andere hilfreiche Beziehung aufbauen konnte. Zuständig für die Organisation von Messevorbereitungen, Marketingaktivitäten und generelle administrative Belange, bekam ich einen recht umfangreichen Einblick in die Welt eines ‚Electronic Component Brokers‘.

Heute arbeiten Sie als Leitende Repräsentantin für die ERGO Unternehmensgruppe. Wie war der Weg hin zu dem, was sie heute als Ihren Traumjob beschreiben? Wußten Sie schon im Studium, dass es diese Sparte werden wird?
Zunächst einmal möchte ich den Begriff Traumjob für mich etwas erläutern. Ein Traumjob wäre für mich zunächst mal etwas, was ich nie ausüben könnte, da Träume ungreifbare, nicht erfüllbare Gedanken sind. Jedoch hab ich einst gelesen,‘Aus Träumen werden Wünsche, aus Wünschen werden Ziele und Ziele sind erreichbar‘. Deshalb sollte man sich darüber bewusst werden, welche Ziele denn eigentlich hinter meinem vermeintlichen Traumjob stehen um wirklich festzustellen, was mich denn dazu bewegt, dies oder jenes zu meinem Traumjob zu erwählen. In diesem Zusammenhang finde ich die Idee Beruf von Berufung abzuleiten auch sehr passend. Dazu ist es wichtig sich Gedanken zu machen bezüglich: was kann ich gut? Wo habe ich in der Vergangenheit schon Erfolge erzielt, was macht mir Spaß? Wichtig ist es, dass man sich branchenun-abhängig diese Fragen beantwortet. Bei mir fiel dieses “in sich kehren” ungefähr so aus: Also Eva, du kannst weder außergewöhnlich gut tanzen, singen oder schauspielern. Damit wirst du die Karriereleiter also nicht erklimmen. Am Liebsten begeisterst du Menschen, redest gerne, liebst es, Präsentationen zu halten und hast Spaß daran, die volle Verantwortung für dein Handeln zu übernehmen. Des Weiteren hasst du es, Befehle zu empfangen. Außerdem liebst du es zu reisen und unabhängig zu sein. Auch wenn man in Deutschland lieber hinter vorgehaltener Hand darüber spricht, war und ist es mir wichtig, die Möglichkeit zu haben, viel Geld zu verdienen, so viel wie ich will. Dass ich all diese Komponenten bei einem Versicherungsunternehmen finden würde war mir völlig unbewusst. Hätte mir während meines Studiums jemand gesagt, dass ich je einmal für ein Versicherungsunternehmen tätig sein werde, hätte ich ihn wohlmöglich ausgelacht. Aber hier greift ein schönes Sprichwort: ‚Das Gehirn funktioniert wie ein Fallschirm, nur wenn es offen ist‘. Ich war offen.

Nachdem ich mein Studium an der HIB beendete, begann ich ein 6-monatiges Praktikum im Bereich Marketing und PR einer internationalen Kreuzfahrtreederei in Wiesbaden, was schnell in eine Traineestelle mit Auslandsaufenthalten umgewandelt wurde. Schnell merkte ich jedoch, dass meine Eigenmotivation und Engagement Großes zu bewegen nicht den Vorstellungen meiner Vorgesetzten waren, weshalb ich trotz einer Zusage zu einer Festanstellung meinem Freiheitsdrang nachging und mich nach acht Monaten von dieser Firma verabschiedete.

Die Absolventin Eva Maria Hunger.Welche Kompetenzen (fachlich, sozial, methodisch, etc.) muss jemand mitbringen, um in Ihrer Branche erfolgreich zu sein?
Zuerst einmal muss er oder sie überhaupt einmal bereit sein, sich von veralteten Klischees des Hören und Sagens zu verabschieden. Das heißt offen für Neues, Aufregendes und Spannendes in einer der wirtschaftlichsten Branchen überhaupt zu sein. Des Weiteren bin ich nicht, wie so oft vermutet, wenn nur der Name eines Versicherungsunternehmens fällt, im klassischen Versicherungsgeschäft tätig, sondern im Vertrieb einer Versicherung. Wer sich einmal intensiv mit der Materie unseres Vertriebs auseinandersetzt, wird feststellen, dass hier die Einkommensgrenze nach oben schier grenzenlos ist. Meine Tätigkeit ist eine Art Lifestyle, ein Lebensgefühl, kein Job. Wer schon in der Vergangenheit gerne mit Zielen, klaren Einkommensvorstellungen, Ehrgeiz, Mut und vor Allem einer guten Portion Unternehmertum agiert hat, wird den Vertrieb bei uns, der ERGO lieben.
Fachlich sind besonders Themengebiete wie Verkaufspsychologie, Mitarbeiterführung, Motivationstheorien und Selbstvermarktung unabdingbar.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB und welche Themen vom Studium sind Ihnen im Tagesgeschäft wieder begegnet?
Meine Lieblingsveranstaltungen waren grundsätzlich immer die, in denen es um praktische Themen wie Selbstreflexion, das Ausbauen von Präsentations-Skills und ähnliches ging. Diese Schwerpunkte sind in jedem Bereich der Wirtschaft und gerade in meiner Tätigkeit unabdingbar. Des Weiteren haben mir Themengebiete, die mir ein großes und breitgefächertes Wissen an wirtschaftlichen Zusammenhängen ermöglichten, im alltäglichen Business Small Talk mit Menschen unterschiedlichster Bildungsgrade ungemein geholfen.

Worauf sind Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung besonders stolz?
Besonders stolz bin im zuerst einmal darauf, dass ich die Chance in unserem Vertrieb, es bis ganz oben hin schaffen zu können, genutzt habe. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Des Weiteren habe ich bereits nach sechs Monaten einen großen Karrieresprung hingelegt, was mir ein monatliches Einkommen von mehreren Tausend EUR ermöglicht hat. Ein besonderes Ereignis, welches mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird, war für mich unsere Jahresauftakttagung 2010. Hierbei hat mich das Vertrauen, welches ich von der ERGO entgegengebracht bekommen habe, eine kleine Rede vor rund 3000 Mitarbeitern im EstrelConvention Center, das Größte seiner Art in Europa, zu halten umgehauen. Nerven aus Draht und eine gute Portion Selbstvertrauen waren unablässig.

In meiner täglichen Arbeit bin ich besonders engagiert im Bereich Führung und Ausbildung von mehreren motivierten Vertriebspartnern. Langeweile ist hier ein Fremdwort. Ausbildungsseminare an verschiedensten Flecken der Erde, wie zum Beispiel auf Mallorca, in Hamburg oder Marbella sind motivierend und beflügeln mich immer wieder, mein Bestes zu geben und mein neu erworbenes Wissen direkt weiterzugeben. Teilnahme an Incentivereisen nach Mallorca in das Beste Hotel vor Ort (St. Regis, Mardavalle), eine Berlinreise ins extra für uns geschlossene KDW mit einem Gutschein über 1000 EUR oder mein absolutes Highlight eine Südafrikareise zum WM Vorrundenspiel D-AUS lassen jeden Tag zu einem ganz besonderen werden und sind höchst förderlich zur beruflichen Weiterentwicklung.

Wie gewichten Sie Ihre theoretischen und praktischen Erfahrungen aus dem Studium der HIB? Gab es etwas, was Ihnen besonders weitergeholfen hat oder in Erinnerung geblieben ist?
Grundsätzlich kann ich rückblickend sagen, dass jede Erfahrung, die ich an der HIB gesammelt habe, theoretisch und praktisch, Gold wert ist. Im theoretischen Bereich empfand ich das Schreiben meiner Bachelor Dissertation, so wie alle Assignments, eine wahre Herausforderung. Ein Thema so aufzuarbeiten, dass es in sich schlüssig und durch eigene Argumentationsketten in sich stimmig und sinnig wird, hilft ungemein, komplexe Themen und Zusammenhänge zu analysieren und unterstützt beim Bilden eigener Meinungen und Standpunkte.
Wie bereits oben erwähnt waren praktische Erfahrungen wie das Pflichtpraktikum, etliche Firmenpräsentationen und Seminare ein guter Wegweiser bezüglich persönlicher und geschäftlicher Präferenzen.

Was planen Sie als nächstes?
Als nächstes plane ich, meine nächste Karriereposition in Angriff zu nehmen, um diese dann bis Juni und allerspätestens Dezember 2011 erreicht zu haben. Verbunden damit, werde ich mit einer edlen, eigens für die ERGO designten Rolex Uhr ausgezeichnet. Da Accessoires, wie Uhr, Businessmappe, und Kugelschreiber im Geschäftsleben enorm wichtig sind, freue ich mich jetzt schon diese Auszeichnung entgegenzunehmen. Des Weiteren bin ich stetig auf der Suche nach engagierten, mutigen und überdurchschnittlich zielorientierten Typen m/w, die mein bereits bestehendes Vertriebsteam bereichern können. Selbst sehe ich mich auch für die Zukunft gerne als Talentscout.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Die Welt ist voller Chancen und Möglichkeiten. Erfolgreiche Menschen sehen Chancen, erkennen sie und nutzen sie zu ihren Gunsten. Erfolglose Menschen werden sich ihr Leben lang darüber beschweren, nie eine Chance bekommen zu haben. Was ich damit meine ist: Für Erfolg gibt es keinen Masterplan, außer – Chancen erkennen, mögen sie zu Beginn noch so befremdlich wirken; sich engagieren, Ziele verfolgen und einfach nie aufgeben, an sich und seinen Zielen zu arbeiten.

„Gehe nicht wohin der Weg dich führen mag, sondern dorthin wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur“.

Das Interview führte Annette Höhne.

Nach einem Auslandsemester – wieder zurück an der HIB

Dienstag, den 25. Januar 2011

HIB-Studierende kehren von ihrem Auslandstudium zurück nach Heidelberg.

Neun Studierende der HIB haben das vergangene Semester an einer Hochschule im Ausland verbracht. Vier waren in Australien am “International College of Management” in Sydney. Fünf Studierende waren in Leeds, Großbritannien, an der “Metropolitan University”.

Alle waren begeistert von ihrem Auslandsaufenthalt, freuen sich jetzt aber auch auf die Fortsetzung ihres Studiums an der Heidelberg International Business Academy.

HIB-Studierende an der Partneruni “International College of Management” in Sydney

Dienstag, den 23. November 2010

“Uns geht es weiterhin sehr gut. Neben der vielen Arbeit in der Uni genießen wir das sonnige Wetter, den Strand, das Meer und alles andere, was Sydney zu bieten hat. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und wir nähern uns bereits dem Ende, obwohl es uns so vorkommt, als seien wir gerade erst angekommen. 
 
Viele Grüße aus Manly

Sabine Miederer, Sebastian Hubrich, Marielle Graf, Stephan Karl 

 

HIB-Studierende in SydneyStudierende der HIB an der Partneruni

 

 

 

 

 

 

 

 


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