Monatsarchiv für Juli 2009

Leseempfehlung: Eine Erklärung für die Finanzkrise

Dienstag, den 21. Juli 2009

Endlich, hier gibt’s die Erklärung für die Finanzkrise. Sehr lesenswert! Allerdings ist ein bisschen Vorbildung erforderlich, also ab Level 2 aufwärts:  Financial Analyst Journal . A Simple Theory of the Financial Crisis; or, Why Fischer Black Still Matters.  Ein Text von Tyler Cowen.

Eine Leseempfehlung von Michael Schmitt, Lecturer in Business Analysis and Decision Making, International Financial & Investment Management

Interview mit Nancy Kühhirt, Dozentin für “Internationale Bilanzierung”

Dienstag, den 21. Juli 2009

Die Dozentin Nancy KühhirtFrau Kühhirt, wo wurden Sie geboren? Ich wurde in Suhl/Thüringen geboren. Da das im Osten liegt und neben Bananen damals wohl auch Vornamen knapp waren, habe ich keinen zweiten Vornamen.
Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben? Wahrscheinlich als sturen Bock. An einem guten Tag würden sie das eventuell um hilfsbereit, zuverlässig und loyal ergänzen.
Was sind Ihre Hobbies? Lesen und Reisen.
Wie lautet Ihr Lebensmotto? Eigentlich habe ich keins.
Was ist Ihr Lieblingsfilm? Spontan würde ich mit „Harry und Sally“ antworten. Allerdings gebe ich auch zu, dass ich bei allen drei Teilen mit Jason Bourne mitgefiebert habe und jedes Jahr zu Weihnachten mit meiner Omi bei „Sissi“ dahinschmachte…
Was ist Ihre Lieblingsmusik? Das ist bunt gemischt und reicht von Michael Bublé und Norah Jones bis zu Linkin’ Park morgens auf dem Weg zur Arbeit, um in die richtige Kampfstimmung zu kommen…
Mit welchen Film-/TV-Charakter können Sie sich identifizieren und warum? Mit Jack Bauer in „24“ wegen der Arbeitszeiten…
Wie würden Sie die Welt verändern? Mit mehr Gelassenheit und Verständnis für einander. Aber ich fürchte, das wird nicht reichen.
Wenn Sie das Sagen über die HIB hätten, dann … … gäbe es noch mehr Vorlesungen in Bilanzierung!
Was war Ihre übelste Modesünde? Warten Sie mal ab, wie ich zur nächsten Vorlesung erscheine…
Was haben Sie seit Ihrem Schulabgang gemacht? Nach dem Abitur habe ich zuerst BWL, dann VWL an der FH in Schmalkalden studiert. Dort habe ich auch noch 2 Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt gearbeitet, bevor ich Anfang 2003 zu PricewaterhouseCoopers nach Frankfurt/Main in die Wirtschaftsprüfung gewechselt habe. Nach 3 Jahren Prüfung der Jahresabschlüsse von Papierproduzenten, Krankenhäusern, Brauereien, Baustoffunternehmen etc. wollte ich einfach nicht mehr soviel reisen und habe mich im Konzernrechnungswesen der SAP AG beworben. Seit 2006 arbeite ich dort hauptsächlich in der Betreuung internationaler Tochterunternehmen, der Erstellung der Konzernbilanzierungsrichtlinien nach US GAAP und IFRS und der Jahresabschlüsse und Geschäftsberichte. Daneben unterrichte ich vier Semesterwochenstunden das Fach „Internationale Bilanzierung“ an der HIB.
Wie sind Sie an die HIB gekommen? Heute genau wie am ersten Tag mit meinem Auto…
Was gefällt Ihnen an der HIB besonders gut/nicht so gut? / Wie sind Ihre Erfahrungen mit der HIB?
Es ist sehr schön und nicht selbstverständlich, wie gut die Dozenten hier miteinander arbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Und weil es immer sehr viel zu tun gibt, tut es gut zu wissen, dass man auf die Hilfe der Kollegen zählen kann.
Was möchten Sie den Studenten mit auf den Weg geben? Verantwortung für sich und das eigene Handeln zu übernehmen und sich einen Beruf auszuwählen, an dem man wirklich Interesse und Spaß hat. Aber vor allem sich Zeit für Familie und Freunde zu nehmen, es gibt nichts Wichtigeres.
Wie sieht bei Ihnen ein typisch freier Tag aus? Der beginnt mit einem leckeren Frühstück und einer Zeitung und wird dann mit einem spannenden Buch auf den Balkon verlegt. Wenn ich dann noch mit Freunden und Familie etwas unternehmen kann, ist das perfekt. Allerdings ist das die Beschreibung eines gelungenen freien Tags – ein typischer freier Tag endet nach dem Frühstück trotzdem meist mit Arbeit.
Was war Ihr schönster Urlaub bis jetzt? Eigentlich hat es mir an meinen bisherigen Reisezielen immer gut gefallen, z.B. fand ich es in Kalifornien so schön, dass ich schon zweimal dort war. Und wo ich unbedingt noch einmal hin möchte ist Norwegen, die Landschaften haben mich sehr beeindruckt.
Wo wollten Sie schon immer mal hin? Für alle meine weiteren Reisewünsche habe ich den falschen Beruf, da man im Rechnungswesen nur schwer Urlaub nehmen kann, wenn bei uns Winter ist. Aber wenn ich könnte, dann wären es: Patagonien, Neuseeland, Indien.
Was war Ihr peinlichstes Erlebnis? Bis vor ca. 10 Jahren habe ich aktiv in einem Verein getanzt. Bei einem Auftritt vor rund 500 Menschen bin ich dabei von der Bühne gefallen…
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welcher wäre es und warum? Ich würde mir einen Tag mit meinem Opa wünschen, der vor einem Jahr gestorben ist.
Würden Sie etwas in Ihrem bisherigen Leben ändern, wenn Sie noch mal die Chance dazu hätten? Nein, ich bin glücklich mit meinen Entscheidungen.

Das Interview mit Nancy Kühhirt, Dozentin für “Internationale Bilanzierung” führte unser Redaktionsmitglied Sandra Döring (4A IMM) 

Film- und Buch-Tipp: Mikael Niemi – “Populärmusik aus Vittula”

Montag, den 20. Juli 2009

FilmplakatMatti und sein schweigsamer Freund Niila wachsen jenseits des Polarkreises im Tornedal auf, dem äußersten Norden Schwedens, wo die Menschen rau und verschroben sind und ein spezielles Finnisch sprechen. Trinkgelage, Saunawettbewerbe, Fingerhakeln und ein starker Glaube prägen das Leben dort, vor allem aber die Abgeschiedenheit und die Natur. Wer hier nicht seinen Mann steht, für den gibt es nur ein verächtliches Schimpfwort: knapsu, ein Synonym für alles Verweichlichte.
Doch dann platzt eine Beatles-Single in das Leben der Freunde: der Rock’n’Roll, ein Urknall, die Verheißung der Freiheit. Die Musik der 60er erobert die Welt der beiden Jungs, die fortan von einem anderen Leben träumen, von Mädchen, Südschweden, Paris… und China, das am Ende der Straße liegen soll, die aus Vittula hinausführt. Dumm nur, dass Musik der Inbegriff von knapsu ist, jedenfalls wenn sie in nüchternem Zustand gespielt wird. Doch mit Greger, dem neuen Musiklehrer aus Südschweden, wird das Undenkbare möglich: Eine eigene Rockband in Pajala. Matti und Niila sind wild entschlossen, ihre Chance zu nutzen, den Schmähungen der Schulkameraden und den Prügeln von Niilas Vater zum Trotz…

Von unserem Redaktionsmitglied Katja Leiser

Besuch der ersten “Green Meetings Germany”

Montag, den 20. Juli 2009

Fachkonferenz Green MeetingsAm 03. und 04. März habe ich in Bonn an der ersten „Green Meetings Germany“ Fachkonferenz teilgenommen, um für meine Business Dissertation „Green meetings and events – to what extent can Congress and Convention Centres in Germany become sustainable?“ zu recherchieren.  Ziel der Veranstaltung war es  „den verschiedenen Strukturen und Ansätzen, die es bisher zum Thema umweltbewusste bzw. klimaneutrale Veranstaltungen in Deutschland gibt, ein einheitliches und transparentes thematisches Dach zu geben“ (Green Meetings Germany, 2009).

In Bezug auf „Green Meetings“ ist Deutschland eigentlich ein Nachrücker, denn in den USA gibt es bereits seit einigen Jahren den sogenannten „Green Meetings Industry Council“ (weitere Informationen: www.greenmeetings.info), wessen Hauptziel ist, die Meeting Branche nachhaltig zu gestalten. Den Mitgliedern wird durch verschiedene Veranstaltungen, Workshops und Seminare bei der nachhaltigen Ausrichtung geholfen. In Deutschland soll jetzt jedenfalls ähnliches erreicht werden und den Anfang machte die „Green Meetings Germany“ Konferenz, die von der World Conference Center Bonn Management GmbH organisiert und durchgeführt wurde. Unterstützt wurde die Konferenz unter anderem vom oben genannten Green Meeting Industry Council, dem Europäischen Institut für TagungsWirtschaft und dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC).

Die Deutsche Bahn agierte als Mobilitätspartner, sodass die Teilnehmer von jedem beliebigen Bahnhof in Deutschland kostenfrei mit dem Zug in der ersten Klasse nach Bonn reisen konnten.  Da dieses Angebot vom Großteil der Teilnehmer genutzt wurde, konnte viel CO2 gespart werden. Durch die Hin- und Rückreise mit der Bahn habe ich zum Beispiel fast 62 kg CO2 einsparen können. Trotzdem wurden bei der Veranstaltung natürlich CO2 Emissionen freigesetzt, welche mit Hilfe der Firma CO2OL berechnet und durch Spenden für Klima- und Naturschutzprogramme kompensiert wurden. Hochkarätige Redner wie Guy Bigwood (Sustainability Director von MCI, Vorstand Green Meeting Industry Council), August Moderer (Geschäftsführer Congress Centrum Mainz GmbH, Vorsitzender EVVC) und viele weitere machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Außerdem konnten die Teilnehmer ihre Meinungen und Ideen jederzeit und vor allem in den verschiedenen Workshops einbringen. Am Ende des ersten Tages gab es zudem noch eine tolle Abendveranstaltung im Foyer des World Conference Centers, wo man ausgezeichnete Möglichkeiten hatte, Networking zu betreiben, da viele wichtige Vertreter der Branche anwesend waren.  Mit dieser Veranstaltung hat die deutsche MICE Industrie jedenfalls den Anfang gemacht, „Green Meetings“ zur Alltäglichkeit zu machen.

Die Konferenz soll nun jährlich stattfinden und ich kann allen Studenten der HIB – besonders natürlich mit dem Event & Congress Schwerpunkt – nur empfehlen beim nächsten Mal an der Veranstaltung teilzunehmen, da sich diesem Thema wohl bald niemand mehr entziehen kann. Besonders wir jungen EventmanagerInnen sollten alles daran setzen, dass die Branche nachhaltiger wird.  Studenten erhalten ermäßigten Eintritt zu der Konferenz. Weitere Informationen findet Ihr auch im Internet (www.greenmeetingsgermany.de). Dort kann man sich übrigens für den Newsletter anmelden, um sich über den Stand der „Green Meetings“ in Deutschland auf dem Laufenden zu halten. 

 Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Nüchtern IS/6 ICE

Auf dem Weg zur Powerfrau – Betrachtungen einer HIB-Sudierenden

Montag, den 20. Juli 2009

Powerfrau Michele ObamaSie ist eine richtige Powerfrau – diesen Satz hat man schon oft gehört, vor allem im Zusammenhang mit Sportlerinnen oder Frauen in einer führenden Position wie Managerinnen. Oft wird auch eine aktive und eigenwillige Frau damit assoziiert. Und manchmal ertappt man sich wohl bei dem Gedanken, selbst gern eine von Ihnen zu sein, eine Powerfrau. Doch was sind Powerfrauen überhaupt und was macht sie so besonders?

Den Begriff „Powermann“ gibt es nicht. Männer brauchen nicht so genannt werden, denn sie haben sowieso schon genug „Power“ – so die allgemeine Annahme. Demnach bedeutet das, eine Powerfrau bricht aus ihrer „normalen“ Frauenrolle aus. Man muss also erst zur Powerfrau werden. Aber welche Eigenschaften machen jemanden zu Powerfrau?
Eine Umfrage unter einigen HIB-Studentinnen und -studenten ergab hierzu Folgendes:
Eine antriebslose oder gar faule Frau, jemand der schwach oder unsicher ist, ist das absolute Gegenteil einer Powerfrau. Als Eigenschaften einer Powerfrau wurden an erster Stelle Zielstrebigkeit, und vor allem Organisationsfähigkeit, Bildung und Unabhängigkeit genannt. Powerfrauen müssen zudem sowohl multitaskingfähig als auch mutig sein und Durchsetzungsvermögen haben. 78% der Befragten fanden auch, dass eine Powerfrau Kinder und Beruf unter einen Hut bringen kann.
Auf die Frage hin, welche Fähigkeiten oder Eigenschaften einer Powerfrau die HIB-Studenten im Hinblick auf ihren späteren Beruf gerne hätten, gaben sie an erster Stelle an, Arbeit und Familie zu vereinen zu können. Als nächstes nannten sie Zielstrebigkeit, Organisationsfähigkeit und Unabhängigkeit.
Das Thema Frauen in führenden Positionen ist auch in großen Unternehmen immer noch ein Thema. Doch die Meinungen über die Art der Frauen, die diese Stellen besetzen sollen, gehen weit auseinander.
Das Handelsblatt schrieb am 8.3.07: „Bei deutschen Managern stehen Frauen hoch im Kurs, die die Zähne zusammenbeißen können […] und eigene Bedürfnisse zurückstellen“, die aber in den Management-Etagen nicht unbedingt willkommen seien. – „Trümmerfrau ja, Powerfrau, nein danke“.

Der Chef einer Großkanzlei, der laut dem Handelsblatt anonym bleiben wollte, geht sogar soweit zu behaupten, Kolleginnen mit Familie seien immer mit der einen Gehirnhälfte bei den Kindern und schafften es daher nicht an die Spitze. Ihnen fehle der letzte Biss. 90%  der befragten Studenten der HIB stimmten dieser Aussage natürlich nicht zu.
Trotzdem stecken Frauen immer noch zurück und überlassen ihren aggressiveren Kollegen die Spitzenpositionen. Ein funktionierendes Privatleben ist ihnen wichtiger als den Männern. Die Frauen in den Chefetagen seien eher bereit als Männer, ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie zu reduzieren, so das Ergebnis einer Umfrage des Handelsblatts.
Vielleicht hat man als Frau das Gefühl, Managementqualitäten erst entwickeln zu müssen, bevor man „an die Arbeit“ geht und eine Powerfrau sein kann. Aufgrund dieser gesellschaftlichen Prägung und der Art der Studiengänge, die die HIB anbietet (u.a. Tourismus-, Eventmanagement), verwundert der große Frauenanteil hier kaum. Doch wie soll man diese Managementfähigkeiten entwickeln?
Viele kamen an die HIB, weil sie hier „schnell studieren“ konnten. Um voranzukommen muss man mit der Arbeitsbelastung zurechtkommen und sich selbst organisieren. Man arbeitet auf verschiedenen Themengebieten und sollte nie  den Blick „nach draußen“ verlieren. Was geschieht aktuell auf diesem Gebiet in der Welt? Nicht zu vergessen: die Soft Skills spielen hier eine große Rolle. Diese können es ermöglichen, die persönlichen Ziele selbstsicherer, stressfreier und vielleicht auch einfacher zu erreichen.
Um sich all dieser Fähigkeiten und Lernerfolge bewusst zu werden, braucht man das Personal Development Planning. Wenn man sich überwindet und sich die Mühe macht, lohnt es sich: Durch die Bewertung der eigenen Fortschritte erkennt man seine Stärken und Schwächen. So kann man sich genaue und vor allem erreichbare Ziele stecken und auch vor Augen behalten. Warum probiert ihr es nicht einfach aus?
Es gibt zwar keine offizielle Definition, die eine „Powerfrau“ beschreibt. Jeder hat seine eigene Vorstellung davon. Doch die Umfrage an der HIB macht klar: Eine Powerfrau hat ihre Ziele fest vor Augen. Sie will sich selbst verwirklichen und macht alles mit Leidenschaft.

Von unserem Redaktionsmitglied Felicitas Cremer

Ab sofort ist der HiFlyer im Web verfügbar!

Dienstag, den 14. Juli 2009

Liebe Leser, Studierende, Absolventen und Dozenten,

ab sofort finden Sie unseren “HiFlyer”, also das Magazin der HIB, in unserem Blog. Das heißt alle Themen rund um die HIB wie News zum Studium, Portraits von Dozenten und Absolventen, Infos zu Exkursionen und Firmenevents und noch vieles mehr werden Sie jetzt im Web finden – und das immer aktuell.
Damit reagieren wir auf den vielfachen Wunsch, die Informationen rund um das Leben an und in der HIB jederzeit ganz „frisch“ zu bekommen.

Alle Infos finden Sie in den Ihnen vom HiFlyer bereits bekannten Rubriken. Bitte haben Sie Verständnis, dass einzelnen Rubriken von uns erst nach und nach mit Leben gefüllt werden, da wir uns noch in der „Umbauphase“ befinden.

Herzliche Grüße

Ihre HiFlyer Redaktion

Interview mit Beate Otto, Dozentin für Event- und Tourismusmanagement

Montag, den 13. Juli 2009

otto-sw.jpgHallo Frau Otto, wo wurden sie geboren? In Bad Wimpfen.
Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben? Immer für eine Überraschung gut. Keine Angst vor Neuem / Unbekanntem. Gibt nicht gleich auf – weiß was sie will.
Hobbies? Musik und Gesang (Jazz/Projektchor). Fotografieren, weniger technisch ausgefeilt, dafür Schnappschüsse von ausgefallenen Situationen – bevorzugt Kindermotive in exotischen Ländern. Radtouren. 
Lebensmotto? Das Leben aktiv gestalten und genießen. Nicht darauf zu warten, dass andere etwas für einen tun können, was man selbst in die Hand nehmen kann. 
Lieblingsfilm? „Wie im Himmel“
Lieblingsmusik? Jazz / Ethno / Funk (Al Jarreau, Bobby McFerrin, Steely Dan, Nils Landgren) 
Was haben Sie seit Ihrem Schulabgang gemacht? Puh…viel!!! Nach meinem Abitur, einem Jahr Au – Pair Aufenthalt in Monaco, Praktikas beim Verkehrsverein Heidelberg, in einem Schlosshotel bei Chambéry (F) und bei einem Jamaica – Reiseveranstalter in Los Angeles, erlernte ich beim Deutschen Reisebüro in Karlsruhe den Beruf der Reiseverkehrskauffrau. Danach studierte ich in Heilbronn an der Fachhochschule BWL mit Fachrichtung Touristik und ergriff während des Studiums nochmals die Gelegenheit praktische Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Direkt nach dem Studium begann ich für den Deutschen Reisebüro Verband zu arbeiten und lernte dort die Reize der Veranstaltungsorganisation kennen. Weitere Erfahrungen sammelte ich im Anschluss beim Government of Dubai. Hier ging es darum auf Messen, Produktschulungen und Journalistenreisen, Dubai als Reisedestination, zu bewerben. Danach war ich für den Geschäftsreiseprofi Carlson Wagonlit Travel 10 1/2 Jahre tätig und baute das Standbein „Meetings & Events“ auf.
Wie sind Sie an die HIB gekommen? Die Stelle war gerade ausgeschrieben, als ich mich zufällig und unverbindlich erkundigte, ob eine Tätigkeit als Gastdozentin denkbar wäre – erst einmal ein paar Stunden pro Woche (Block), neben der Tätigkeit als Eventmanagerin. Dies war jedoch zeitlich in dieser Form nicht darstellbar, daher entschied ich mich, mich komplett zu verändern. Die HIB selbst war mir schon vom Namen her bekannt. 
Sie unterrichten seit letztem Jahr an der HIB. Was gefällt Ihnen hier besonders gut? Das sehr praxisorientierte und persönliche Ausbildungssystem in kleinen Gruppen. Ein ausgesprochen offenes und freundliches Miteinander.
Was möchten Sie den Studenten für Ihren zukünftigen Weg mitgeben? Es ist mir ein wichtiges Anliegen unseren zukünftigen Führungskräften das Handwerkszeug  an die Hand zu geben, welches sie unterstützt selbständig, verantwortungsbewusst und lösungsorientiert zu arbeiten.
Wie sieht bei Ihnen ein typischer freier Tag aus? So einen richtigen typischen freien Tag gibt es bei mir nicht und wenn wir jetzt einmal die weniger spannenden Dinge weglassen, wie Haushalt, Einkaufen etc., dann versuche ich möglichst etwas Schönes zu unternehmen. Das kann ein Konzert, Kabarett oder Ausstellungsbesuch sein, ein Spiele- und oder Kochabend mit Freunden, ein Radausflug mit Freund und Kindern. Ein bisschen Programm muss immer dabei sein, nur zu Hause rumgammeln liegt mir weniger.
Ihr schönster Urlaub bis jetzt? Ich habe schon so viele herrliche Urlaube unternehmen können, da fällt es mir schwer, den schönsten zu benennen. Ich habe bisher immer die am meisten genossen, die möglichst im kleinen Kreis stattfanden, individuell mit 2- 4 Personen, in der freien Natur und die direkt mit den Einheimischen oder Tieren in Berührung kamen. Im Mai 2008 war ich so mit 3 Freunden und einem Jeep in Botswana unterwegs, ohne Guide, Übernachten in Zelten, jeden Abend ein Lagerfeuer – herrlich. Oder in einem anderen Urlaub hatten wir zu zweit mit einem Tuareg und drei Dromedaren die Sahara „durchquert“. Die Wüste durchquert ist natürlich leicht übertrieben bei 5 h/km an 7 Tagen. Der Po schmerzte noch Tage danach, doch die wunderschönen Wüstenbilder, die Ruhe, der Sternenhimmel, das Brot backen im heißen Sand… das sind alles unvergessliche Erlebnisse.
Wo wollten Sie schon immer Mal hin? Als ich Chile bereiste fehlte mir leider die Zeit auch Padagonien im Süden zu besuchen. Alaska und Lappland reizen mich jedoch mindestens genauso.  Auf jeden Fall eine Region mit viel Eis und Schnee. Vielleicht nur ein Husky-Schlitten und ich durch vereiste Landschaften?
Peinlichstes Erlebnis? Da fragen Sie mich was. Ich werde es nie vergessen, wie ich als Eventmanagerin auf einem Event eines Kunden aus der Fotoindustrie einen Teilnehmer hörte, wie er seinen Kollegen gefragt hat, ob er noch Filme für die Kamera hätte. Da ich reichlich Material einstecken hatte, griff ich in meine Tasche und bot großzügig Nachschub an. Erst in dem Moment als ich auf meine geöffnete Hand schaute und das Gesicht des Teilnehmers sah, wurde mir bewusst, was ich getan hatte. In meinen Händen lag das Produkt des Mitbewerbers! Ich lief puterrot an, aber es war zu spät. Der Teilnehmer schmunzelte und meinte, er fragt einmal bei einem Kollegen nach. Am nächsten Tag, nach einem erfolgreichen Event, rief mich der Geschäftsführer bei der Gala-Veranstaltung auf die Bühne, um für die Organisation zu danken. In seiner Rede hieß es plötzlich: „[...] 100% perfekt war es ja leider nicht, an einer Sache muss noch gearbeitet werden…“ Ich hielt die Luft an – und dann gab er diese Story unter schallendem Gelächter von 200 Teilnehmern zum Besten. 3 Tage später erreichte mein Team und mich in der Agentur ein riesiges Dankeschön Paket. Für die nächsten Jahre waren wir mit dem „richtigen“ Filmmaterial versorgt.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welcher wäre es? Mehr Lebensfreude, Lachen und Freude in die Gesichter und Herzen meiner Mitmenschen zaubern zu können.
Würden Sie etwas in Ihrem bisherigen Leben ändern, wenn Sie noch mal die Chance dazu hätten? Das habe ich gerade getan. Mit meiner Entscheidung für die HIB tätig zu werden, habe ich mein bisheriges Leben völlig auf den Kopf gestellt. Vom Großstadtmenschen, der ständig auf Reisen unterwegs ist, von einem Meeting zum nächsten hetzt, und als Single lebt, bin ich nun mit meinem Partner zusammen gezogen und genieße das mehr an Freizeit und Zeit für Freunde, welches sonst durch die vielen Fahr- und Flugzeiten völlig auf der Strecke blieben. Seine Kinder kommen regelmäßig zu Besuch, so nimmt dies schon fast Familien ähnliche Züge an. Jetzt wohne ich auf dem Land, inmitten von wunderschöner Natur, demnächst auch in einem Haus mit Garten. Ich merke wie mir dieses neue Umfeld seelisch und gesundheitlich sehr gut tut. Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt komplett auszusteigen und in einem Kinderdorf in einem Entwicklungsland zu arbeiten, wer weiß, auf welche Idee ich in einigen Jahren noch komme.

Das Interview mit Beate Otto, Dozentin für Event- und Tourismusmanagement, führte Redaktionsmitglied Jenny Coster

Praktikum in den Reiss-Engelhorn-Museen

Freitag, den 10. Juli 2009

Hallo!

Foto Reiss-Engelbrecht-MuseumMein Praktikum mache ich in Mannheim. Genauer gesagt, in den Reiss-Engelhorn-Museen in der Abteilung Marketing/Öffentlichkeitsarbeit. Im Moment laufen hier neben den Dauerausstellungen mehrere Sonderausstellungen: „Italiensehnsucht“ in der Grafiksammlung mit idyllischen Landschaftszeichnungen, Fotografien von Robert Häusser zum Thema „Berliner Mauer“ im Forum Internationale Fotografie sowie die große „Fundsache Luther“ Ausstellung.

Hier wandelt man auf den Spuren des Reformators und erfährt mehr über dessen „menschliche“ Seite – sein Privat- und Familienleben. Archäologische Funde aus den Wohnhäusern Luthers bringen hierzu unerwartete Erkenntnisse. 

Meine Aufgabe besteht darin, diese Ausstellungen und die Reiss-Engelhorn-Museen im Allgemeinen zu bewerben. Dazu gehört natürlich Flyer und Poster zu verschicken oder auszulegen, wegen verschiedener Präsentationsmedien zu recherchieren, Zielgruppenanalyse für die kommenden Ausstellungen zu machen (noch mehr Recherche) sowie Texte wie Kulturtipps oder das Monatsprogramm zu verfassen und vieles mehr.

Und das war erst die erste Woche hier! Obwohl oft keine konkreten Arbeiten anstehen (zumindest für Praktikanten), findet man immer etwas zu tun.
Also falls ihr euer Praktikum auch in der Region Rhein-Neckar macht, und am Wochenende nicht wisst, was ihr machen sollt, dann kommt doch mal nach Mannheim. Hier findet, denke ich, jeder etwas, das ihn interessiert. Abends ist oft im Capitol etwas los und bei schönem Wetter lässt es sich im Luisenpark auch gut aushalten. Oder ihr schaut an den Reiss-Engelhorn-Museen vorbei ;-) . Außerdem liegen sie direkt in den Planken, der großen Einkaufsstraße. Der Besuch lässt sich also gut mit einer Shoppingtour verbinden. Und wer noch nicht genug von Kultur hat, der kann auch das Mannheimer Schloss (das zweitgrößte Barockschloss Europas) besichtigen.
Bis bald!

Redaktionsmitglied Felicitas Cremer/ Internationales Kulturmanagement

Vortrag am “DÍA HISPÁNICO” über “Spanglish”

Freitag, den 3. Juli 2009

¡Hola a todos!

Aquí les paso el texto (¡y solo el texto!) de la conferencia que dí el viernes, día 8 de mayo de 2009, más conocido por el nombre de

DÍA HISPÁNICO.

Primero debo confesar una cosa.
Como muchos de ustedes saben, sobre todo los del segundo año, suelo recomendarles que utilicen libros para los trabajos escritos y que no saquen todo el material de internet. Fiel a estos principios, empecé a buscar libros sobre el tema en las bibliotecas que están a mi alcance: por una parte en la biblioteca de la universidad (UB) y, por otra, en la biblioteca municipal de Heidelberg. En ésta no encontré nada. En la UB aparecían tres títulos, de los cuales uno no había llegado todavía y los otros dos los tenía un estudiante desde hacía un año y medio.

Filmplakat Spanglish¿Y qué hice? Pues, mirar en internet, claro.

Allí tropecé con una avalancha impresionante de material: artículos, libros, foros, chat rooms, imágenes, películas, etc.

Sin duda, el nombre esencial para este tema es el de Ilán Stavans, mexicano y catedrático de Culturas Latinas y Spanglish del Almhurst College de Nueva York, quien escribió en 2003 el tratado panhispánico y sociocultural “Spanglish: the Making of a New American Language”, en el que se incluyen 4500 palabras y expresiones en spanglish con las traducciones correspondientes al español y al inglés, un ensayo sobre la historia del spanglish y una genial traducción al spanglish del primer capítulo del Quijote.

Y ahora, el texto de la conferencia, por cierto, muy poco modificado: text-spanglish.pdf. (ley)


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