Nächste Info-Veranstaltung am 21. Januar 2012

29. November 2011

Die Heidelberg International Business Academy stellt am Samstag, 21. Januar 2012, ab 10:30 Uhr im Rahmen einer Infoveranstaltung ihre Studiengänge vor.

Der Besuch soll sich für die Interessenten lohnen: Sie bekommen von Dozenten und Studenten in Vorträgen und Projektpräsentationen alle Informationen über die verschiedenen Studienrichtungen, die Abschlüsse und die beruflichen Chancen nach dem Studium.

Im Gespräch mit HIB-Studenten.Im Gespräch mit HIB-Studenten.

Das Studienprogramm der HIB zeichnet sich durch seine Internationalität und Praxisnähe aus. So absolvieren die Studierenden eine Praxisphase von 4 Monaten bei einem Unternehmen im Inland oder Ausland, können ein Studiensemester im Ausland verbringen und erwerben am Ende des Studiums einen international anerkannten britischen Hochschulabschluss. Insgesamt werden 5 Studienrichtungen angeboten: Tourismus, Eventmanagement, MarketingInternationales Management  und ganz neu der Studiengang Corporate Responsibity Management.

Infoveranstaltung 24. April
Der nächste Termin für eine Info-Veranstaltung: 3. März 2012.

Weitere Infos: Heidelberg International Business Academy, Sickingenstraße 63-65, 69126 Heidelberg, Tel.: 06221 – 6442-0, Fax: 06221 – 6442-42, Email: info@hib-academy.de, http://www.hib-academy.de

 

Berufsinformation der Heidelberger Rotary Clubs – Schüler kommen an die HIB

22. November 2011

"Schüler treffen Experten" - Info-Veranstaltung an der HIB

Unter dem Motto „Schüler treffen Experten“ findet vom 22. November bis 8. Dezember 2011 eine praxisnahe Berufsinformation der Heidelberger Rotary Clubs statt.

Dabei handelt es sich nicht um eine Studieninformation im engeren Sinn. Ziel ist es Einblicke in die Arbeitswelt und in die Berufspraxis zu geben und dadurch bei der Wahl des Studienfaches und der Berufsfindung zu helfen.

Vom 24. November bis 8. Dezember 2011 sind Termine vor Ort vorgesehen.

Am Donnerstag, 8. Dezember 2011, 18 Uhr, findet an der Heidelberg International Business Academy ein Informationsabend zu Touristik und Eventmanagement statt.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten Detailinformationen über Tourismus, einen der weltweit größten Wirtschaftszweige und erfahren, was der Studiengang Eventmanagement beinhaltet.

HIB-Absolvent Sebastian Mutschler – Tourismus in Paris und Orléans

28. Oktober 2011

HIB-Absolvent Sebastian Mutschler arbeitet in Frankreich.

Sebastian Mutschler studierte an der HIB Tourismus und machte 2001 seinen Abschluss. Hier spricht er über seinen beruflichen Werdegang im Nachbarland Frankreich..

In Ihrem Studienjahrgang gab es bereits ein Pflichtpraktikum an der HIB. Wo haben Sie es durchgeführt und warum?
Für mein erstes Praktikum bin ich in meine Heimatstadt Osnabrück zurückgekehrt und habe dort ein Praktikum im Vier-Sterne-Hotel Remarque gemacht. Ich war damals generell sehr an der Hotellerie und dem Veranstaltungsmanagement interessiert. Das Hotel hat mir während meines Praktikums sehr interessante Aufgabengebieten in Bereichen Veranstaltungsbüro und Rezeption übertragen und somit konnte ich einen guten Einblick gewinnen und letzten Endes meine Entscheidung treffen, ob ich später in diesen Bereich arbeiten möchte oder nicht. Es war sozusagen eine Art Test.

Nach der HIB sind Sie zunächst nach Paris gegangen? Welche Gründe gab es dafür?
Ich besitze die deutsche und französische Staatsangehörigkeit und für mich stand schon während des Studiums fest später ins Ausland zu gehen, um Fremdsprachenkenntnisse zu gewinnen und den kulturellen Horizont zu erweitern. Es gab die Wahl zwischen England, Spanien oder Frankreich. Paris bot sich natürlich idealerweise für mich an, da ich die Sprache schon gut beherrschte und die Stadt relativ gut kannte. Ich habe hier sehr schnell einen interessanten Praktikumsplatz gefunden. Ich wurde dann direkt im Anschluss an das Praktikum übernommen und habe insgesamt fast zwei Jahre in Paris verbracht.

Ich fand es persönlich sehr wichtig, sofort nach dem Studium ins Ausland zu gehen. Man ist noch flexibel, ungebunden und offen für Neues. Mit den Jahren wird man dann meist immer „sesshafter“ und die Entscheidung alles aufzugeben und von neu zu starten wird dann immer schwieriger…

Was sollte man als Berufsanfänger in Frankreich unbedingt beachten? Gibt es so etwas wir kulturelle Fettnäpfchen oder Verhaltensunterschiede, die einem den Einstieg erschweren können? Wenn ja, welche?
Ich denke es ist generell im Ausland immer wichtig, sich vor Augen zu halten, dass man sich anpassen muss und nicht die anderen an einen selber.

Ich glaube in der französischen Arbeitswelt muss man insgesamt diplomatischer und flexibler vorgehen. Uns Deutschen wird hier oft unsere etwas zu direkte Art vorgeworfen. In Frankreich sind Umgangsformen und Auftreten sehr wichtig: Dinge mit den richtigen Worten zu sagen, Hierarchien zu respektieren, verstehen was „hinter den Kulissen“ passiert und warum. Es ist immer angebracht, sich zunächst etwas zurückzuhalten, zu beobachten und Fragen zu stellen, wenn man nicht sicher ist und um Interesse zu zeigen.

Franzosen lieben Kommunikation und Small Talk somit ist es wichtig sich kurz Zeit an der Kaffeemaschine oder am Fotokopierer zu nehmen um sich mit den Kollegen über außerberufliche Themen und private Dinge auszutauschen.

Morgens um acht Uhr ins Büro des Kollegen zu stürzen ohne ein „Bonjour ça va ?“ nur mit dem Satz „ich brauche die Präsentation in fünf Minuten“ ist nicht sehr angebracht und führt nicht unbedingt zum gewünschten Ergebnis.

Wie hat sich ihr berufliches Leben seit dem Studienende verändert/weiterentwickelt?
Es ging im Prinzip alles sehr schnell, vielleicht sogar zu schnell, und fließend ineinander über: Praktikum, erster Job, zweiter Job. Zum Glück war ich bis jetzt noch nie arbeitslos. Mit den Jahren werden einem natürlich immer mehr Verantwortung und Aufgabengebiete übertragen und Türen öffnen sich nach und nach. Dafür braucht man Durchhaltevermögen !

Wenn man Augen und Ohren offenhält und Einsatz zeigt, erhält man oft intern die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln oder Headhunter treten an einen heran. Es fällt nichts von alleine vom Himmel und es liegt an einem selbst ob man vorwärts kommt oder nicht, vor allem heute, wo der Arbeitsmarkt sehr angespannt ist.
PR in eigener Sache zu betreiben kann manchmal ganz hilfreich sein. Dabei helfen Online-Portale wie „Xing“ zum Beispiel.

Momentan leben und arbeiten Sie in Orléans? Wie kam es zum Wechsel von „der Großstadt aufs französische Land“?

Unterwegs zu kulturellen Highlights.

Ganz ehrlich gesagt waren mir zwei Jahre in Paris genug. Am Ende lebt man nach dem bekannten „métro, boulot, dodo“ – Prinzip und alles ist aufwendig und kompliziert zu organisieren. Das Großstadtgewusel kombiniert mit dem beruflichen Dauerstress ist auf Dauer doch sehr anstrengend. (Ich komme ja ursprünglich aus Norddeutschland und dem „platten Land“ mit viel frischer Luft !)

Orléans war eigentlich ein reiner Zufall. Ich habe mich auf die Stelle beworben, die Stadt war dabei eher nebensächlich. Ich bin jetzt seit 2003 hier und fühle mich eigentlich rundum wohl. Wir sind das Tor der berühmten Schlösser der Loire. Hier gibt es Kultur, Natur, tolle Weine und interessante Menschen und das alles nur eine Stunde von Paris entfernt! Man muss dabei auch beachten, dass das Leben in einer Großstadt sehr teuer ist. Natürlich sind die Jobmöglichkeiten in Paris bei weitem zahlreicher und interessanter, aber wenn es um Lebensqualität geht, denke ich ist die Provinz interessanter und entspannter.

Können Sie sich noch an Ihre Fächer an der HIB erinnern? Welche, würden Sie heute sagen, waren die, von denen Sie letztendlich am meisten profitiert haben?
Jetzt nach zehn Jahren im Job muss ich sagen, dass im Prinzip alles irgendwann einmal, irgendwie wichtig ist. Je nach Umständen greift man immer mal wieder auf Gelerntes zurück und generell ist es gut über verschiedene Dinge, wenn auch nur oberflächlich, informiert zu sein. Ich mache zum Beispiel heute keine IATA Buchungen, arbeite aber mit Reisebüros zusammen. Es ist also gut zu wissen, wie ein Reisebüro ungefähr funktioniert.

Es geht gar nicht so sehr um Inhalte, sondern um Arbeitsmethoden, Organisation und Allgemeinwissen. Die zwei Jahre an der HIB mit dem doch sehr intensiven Programm und dem hohen Arbeitsaufkommen, haben mich für den Arbeitsmarkt und für zehn bis 12-stündige Arbeitstage fit gemacht. Ich glaube, wir haben wichtiges Werkzeug mit auf den Weg bekommen und gelernt, mit Stress fertig zu werden und sich anzupassen. Dabei waren natürlich gute Fremdsprachenkenntnisse wichtig, um in Ausland Fuss zu fassen.

Wenn sich ein Studierender für einen Berufseinstieg oder ein Praktikum in Frankreich interessiert: Welchen Ratschlag würden Sie ihm unbedingt auf den Weg mitgeben wollen?
Die Franzosen sprechen oft nur wenige oder schlecht Fremdsprachen. Deutsch wird kaum noch an den Schulen gelehrt, aber die deutsche Kundengruppe ist sehr wichtig für den Tourismus in Frankreich. Es gibt hier also sehr gute Jobchancen, wenn man im mündlichen und schriftlichen Französisch relativ gut zurechtkommt. Wenn man erst mal im Land lebt, verbessern sich die Sprachkenntnisse dann sehr schnell.

Dabei bietet Frankreich ganz unterschiedliche Regionen und touristische Angebote. Ich denke eine Station in Paris macht sich immer ganz gut im Lebenslauf. Von dort aus ergeben sich dann oft verschiedene Jobmöglichkeiten.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen?
Ganz grob umrissen:

  •   Flexibilität, Anpassungsvermögen, Offenheit für Neues
  •   Interesse an Menschen und Kommunikation
  •   Fremdsprachen
  •   Umgangsformen und soziale Kompetenz
  •    Zeit- und Stressmanagement und effiziente Arbeitsmethoden

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben? Die Welt verändert sich wahnsinnig schnell und damit unsere Berufe und Aufgaben. Es ist wichtig, mit der Zeit zu gehen und am Ball zu bleiben.

Im Tourismus erleben wir zum Beispiel seit einigen Jahren eine Revolution durch die Anwendung neuer Technologien: facebook/twitter, blogger community, Androiden-Telefone und tracking…

Ich bin im Prinzip jedes Jahr auf verschiedenen Fortbildungen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Es bringt nichts, an alten Mustern und Arbeitsmethoden festzuhalten. Wer stehenbleibt,bleibt auf der Strecke.

Der Tourismus ist wirtschaftlichen Schwankungen, politischen Krisen und Moden und Trends ausgesetzt. Über sich selbst nachzudenken und seine Arbeit zu reflektieren, Fehler einzusehen und zu korrigieren, andere Meinungen und Interessen zu integrieren, helfen vorwärts zu kommen und Entscheidungen zu treffen.

Es ist wichtig, für Ausgleich zwischen Job und Privatleben zu sorgen und sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu nehmen. Es bringt nichts, eine tolle Position und viel Geld zu haben, wenn man vor lauter Arbeit keine Zeit hat, das Leben zu geniessen. Nur wer sein persönliches Gleichgewicht gefunden hat, kann auch ausgeglichen und effizient im Job sein.

Was möchten Sie heutigen Tourismusstudierenden mit auf den Weg geben?
Nicht „überstudieren“ und das „learning on the job“ zu bevorzugen. Es ist toll, wenn man Diplome erhält, die man stolz an die Wand hängen und im Lebenslauf auflisten kann. Was Chefs aber meist wichtiger ist, ist wie schnell sich jemand einarbeitet und neue Aufgaben und Probleme lösen und große Arbeitsmengen bewältigen kann. Das lernt man nicht im Studium, sondern bei der Arbeit und die Erfahrung hilft einem Stück für Stück weiter!

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

Besuchen Sie uns auf der Einstieg abi in München!

25. Oktober 2011
Messe Juni 2010

Studierende und Dozenten beraten am Messestand.

Sie wollen mehr über das internationale Management Studium an der Heidelberg International Business Academy erfahren? Sie interessieren sich für Heidelberg als Studienort? Wir präsentieren unser Studienprogramm auf allen großen Ausbildungsmessen in Deutschland. An unserem Messestand haben Sie die Gelegenheit sich von Dozenten und Studierenden aus erster Hand informieren zu lassen.

So erklären Ihnen beispielsweise unsere Studierende, was das Besondere an unserem internationalen Studienprogramm ist. Warum kleine Studiengruppen und ein persönlicher Kontakt zu den Dozenten, förderlich für Ihr Studium sind!

einstiegb.bmpWelche Fachrichtungen Sie bei uns studieren können, wie wir Sie in den Sprachen fit für das internationale Wirtschaftsleben machen, an welchen Partnerhochschulen Sie ein Auslandssemester machen können, was Soft Skills sind, warum Sie bei uns einen britischen Studienabschlusss erwerben können, welche späteren Karrieremöglichkeiten Sie nach dem Studium haben.

Sicher sind wir bald auch in Ihrer Nähe. Join us. Wir freuen uns auf Sie!

Hier finden die Termine für die nächsten Messen, auf denen Sie uns finden können:

  • München: Einstieg abi, 18./19. November 2011, H 41,
  • Mannheim: Jobs for Future, 1. bis 3. März 2012.

Nächste Info-Veranstaltung am 26. November 2011

17. Oktober 2011

Die Heidelberg International Business Academy stellt am Samstag, 26. November 2011, ab 10:30 Uhr im Rahmen einer Infoveranstaltung ihre Studiengänge vor.

Der Besuch soll sich für die Interessenten lohnen: Sie bekommen von Dozenten und Studenten in Vorträgen und Projektpräsentationen nicht nur Informationen über die verschiedenen Studienrichtungen, die Abschlüsse und die beruflichen Chancen nach dem Studium.

Im Gespräch mit HIB-Studenten.Im Gespräch mit HIB-Studenten.

Das Studienprogramm der HIB zeichnet sich durch seine Internationalität und Praxisnähe aus. So absolvieren die Studierenden eine Praxisphase von 4 Monaten bei einem Unternehmen im Inland oder Ausland, können ein Studiensemester im Ausland verbringen und erwerben am Ende des Studiums einen international anerkannten britischen Hochschulabschluss. Insgesamt werden 5 Studienrichtungen angeboten: Tourismus, Eventmanagement, Marketing, Kulturmanagement und internationales Management .

Infoveranstaltung 24. April
Der nächste Termin für eine Info-Veranstaltung: 21. Januar 2012.

Weitere Infos: Heidelberg International Business Academy, Sickingenstraße 63-65, 69126 Heidelberg, Tel.: 06221 – 6442-0, Fax: 06221 – 6442-42, Email: info@hib-academy.de, http://www.hib-academy.de

 

Von Heidelberg nach Cape Town, Südafrika!

30. September 2011

Julia Shepherd machte 2004 an der Heidelberg International Business Academy ihren Abschluss im Tourismusmanagement.


HIB-Absolventin Julia Shepherd in Südafrika.

Sie haben an der HIB Tourismusmanagement studiert, wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt und warum? Ich habe mein 6-monatiges Praktikum im ‚Lady Victoria Guest House’ im Zentrum Kapstadts durchgeführt. Mich hatte die Gelegenheit gereizt, eine längere Zeit in einem Land außerhalb Europas zu verbringen und im Speziellen auch Südafrika näher kennenzulernen. Darüber hinaus wollte ich auch gerne mein Englisch verbessern.

Das erste/zweite Praktikum hat Sie nach Südafrika geführt? Dort sind Sie geblieben. Was gab den Ausschlag dafür? Ich habe mich sehr schnell in Südafrika wohlgefühlt, da es so bunt und voller Lebensfreude und in vieler Hinsicht ein absoluter Kontrast zu Deutschland ist. Und auch die Südafrikaner habe ich als sehr herzlich und offen kennengelernt. Dazu kommt, dass Südafrika als Reiseland seit Jahren eine der beliebtesten Destinationen weltweit ist, wodurch sich für mich eine Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten im Tourismus ergeben hat.

Außerdem hat die Umgebung rings um Kapstadt auch landschaftlich sehr viel zu bieten. Man hat die Natur und den Atlantik fast vor der Haustür und ist trotzdem in einer Großstadt, diesen Kontrast finde ich toll.

War es einfach in Südafrika Fuß zu fassen? Was meine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen am Anfang anging, war es nicht ganz so einfach und man braucht einiges an Geduld mit den südafrikanischen Behörden. Zum Beispiel habe ich viel falsche oder unvollständige Infos am Anfang bekommen und in den letzten zwei Jahren wurden einige Gesetze auch verschärft und die Auflagen etwas schwieriger gemacht, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Man kann sich jedoch – wie ich das auch getan habe – Hilfe holen bei Firmen, die sich auf Einwanderungshilfe spezialisieren und die sich mit den jeweiligen Anforderungen auskennen. Ich habe 2006 dann schließlich meine dauerhafte Aufenthalts – und Arbeitsgenehmigung bekommen.

Seit Ihrem Abschluss ist eine lange Zeit vergangen. Was ist nach dem Abschluss beruflich passiert? Meinen ersten ‚richtigen’ Job nach dem Praktikum habe ich in einem Call Centre für Swiss Airlines bekommen. Die Position an sich war zwar recht stressig, war jedoch sehr gut, um sich etwas zu orientieren und auch Hintergrundwissen im Airline Business zu bekommen. Nach einem halben Jahr habe ich dann als ‚Guest Liaison’ im Cape Grace Hotel angefangen, einem 5 Sterne Hotel an der Victoria & Alfred Waterfront. Dies hat mir sehr viel Spaß gemacht, da man die verschiedensten Gäste trifft und ich den Blick hinter die Kulissen eines Luxushotels sehr interessant fand.

Unter anderem wegen der ständig wechselnden Schichten habe ich mich dann aber nach einiger Zeit entschieden, beruflich eine etwas andere Richtung einzuschlagen und habe bei einem Reiseveranstalter namens African Travel Concept angefangen. Die Firma war ideal für mich als Einsteiger in die Veranstalter-Branche und mir hat es von Anfang an viel Spaß gemacht, Reisen individuell zu planen und Erfahrung in den verschiedenen Bereichen eines Reiseveranstalters zu sammeln.

Heute arbeiten Sie bei Egoli Tours? Welche Aufgaben haben Sie dort? In meiner Position als Senior Consultant bei Egoli Tours bin ich für Individualreisende, Reisebüros und Agenten Ansprechpartner für Reisen im südlichen Afrika. Ich berate die Kunden vom Zeitpunkt der Anfrage an über die Angebotserstellung und Reiseabwicklung. Wenn die Kunden dann im Land sind, stehe ich als Kontakt vor Ort bereit, falls es einmal zu Problemen kommt, was jedoch recht selten vorkommt.

Wir arbeiten mit einem Reservierungssystem namens Travelogic und ich bin für das Team der Ansprechpartner, falls Fragen auftauchen oder Neuerungen anstehen. Darüber hinaus haben wir alle 6 Monate Praktikanten aus Deutschland und der Schweiz, die ich einarbeite und mit allen wichtigen Details und Aufgaben vertraut mache. Ich arrangiere außerdem für die Kollegen auch Präsentationen von Lodges, Hotels und anderen Anbietern, die für uns interessant sind.


Auf Safari.

Welche Themen aus Ihrem Studienprogramm sind Ihnen im Tagesgeschäft wieder begegnet?Dinge wie englische Wirtschaftskorrespondenz und Tourismus Betriebslehre sowie Marketing habe ich bei meinem Aufgabenbereich oft nutzen können.

Was sollte ein/e Studierende/r beachten, wenn er nach Südafrika kommt, um dort ein Praktikum durchzuführen bzw. plant dorthin auszuwandern? Es ist momentan so, dass man für ein Praktikum ein Visum für drei Monate beantragen kann, dass man dann einmal um weitere drei Monate verlängern kann. Man kann also maximal sechs Monate in Südafrika auf der Basis eines Praktikums verbringen. Wenn man jedoch eine feste Arbeitsstelle angeboten bekommt, kann man eine Arbeitserlaubnis beantragen, die dann für etwa  zwei bis drei Jahre gilt. Nähere Infos kann man vom südafrikanischen Generalkonsulat in München bzw. Berlin einholen.

Allgemein ist es mit Deutsch als Fremdsprache und einem entsprechenden Abschluss im Tourismus-Bereich nicht allzu schwer, vor Ort hier eine Stelle als Einsteiger zu finden. Ich denke, für Studierende, die längerfristig in Südafrika bleiben wollen, ist es gut, schon im Voraus etwas Zeit hier zu verbringen und Kontakte zu knüpfen. So fällt die berufliche Orientierung auch einfacher.

Gibt es etwas aus Deutschland, daß Sie in Südafrika vermissen? Natürlich vermisse ich Familie und Freunde, die in Deutschland leben und die man nicht so spontan einmal besuchen gehen kann. Ich habe jedoch in den sieben Jahren, die ich nun in Südafrika lebe, viel Besuch aus Deutschland bekommen und halte Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon, Skype und Emails. Insofern ist es eigentlich nur die Milka-Schokolade, die mir hier extrem fehlt… Cadbury ist einfach kein Ersatz!!

Was möchten Sie heutigen Tourismusstudierenden mit auf den Weg geben? Ich denke, man sollte sich nicht allzu sehr auf eine bestimmte berufliche Richtung festlegen. Für mich war anfangs klar, dass ich hier in Südafrika nur im Bereich Hotel und Gastronomie arbeiten möchte. Davon bin ich jedoch mit der Zeit etwas abgekommen und bin heute sehr froh, damals die Richtung Reiseveranstalter eingeschlagen zu haben, was mich während des Studiums nicht allzu sehr interessiert hatte. Meine Aufgaben im Job heute sind sehr vielfältig und ich habe durch meine Arbeit auch viel vom südlichen Afrika sehen können.

Das Interview führte Redaktionsmitglied Annette Höhne.

Welcome Day an der HIB – Von Studenten für Studenten

29. September 2011

Gemeinsames Frühstück in der Cafeteria der HIB.

Am vergangenen Freitag, 23. September 2011, fand wieder der Welcome Day für die HIB-Studienanfänger 2011 statt.

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde dieser Tag von Studenten für Studenten organisiert.


HIB-Studierende auf der Neckarwiese

 

Mit HIB-T-Shirts und bunter Picknickausstattung ausgestattet, wurden die Erstsemster an der HIB begrüßt.

Ein gemeinsames, leckeres Frühstück gab es in der Cafeteria.

In Gruppen aufgeteilt, standen für die Studienanfänger jetzt Spiele und eine Rallye durch Heidelberg auf dem Programm.

Anschließend, am Nachmittag, traf man sich bei perfektem Spätsommerwetter zum Grillen auf der Neckarwiese.

Abends ging es zu O`Reilly’s zum Karaoke-Singen und , wer noch nicht genug hatte, ging dann noch mit auf eine Kneipentour durch Heidelberger Altstadt.

Damit ging ein gut geplanter Welcome Day zu Ende.

Alle Bilder zum Welcome Day finden Sie auf unserer Facebook-Seite: http://www.facebook.com/HIB.Academy

Viel Spaß mit den Fotos!

Info-Veranstaltung an der HIB am 15. Oktober. Wir freuen uns auf Sie!

19. September 2011

Die Heidelberg International Business Academy stellt am Samstag, 15. Oktober 2011, ab 10:30 Uhr im Rahmen einer Infoveranstaltung ihre Studiengänge vor.

Der Besuch soll sich für die Interessenten lohnen: Sie bekommen von Dozenten und Studenten in Vorträgen und Projektpräsentationen nicht nur Informationen über die verschiedenen Studienrichtungen, die Abschlüsse und die beruflichen Chancen nach dem Studium.

Im Gespräch mit HIB-Studenten.Im Gespräch mit HIB-Studenten.

Das Studienprogramm der HIB zeichnet sich durch seine Internationalität und Praxisnähe aus. So absolvieren die Studierenden eine Praxisphase von 4 Monaten bei einem Unternehmen im Inland oder Ausland, können ein Studiensemester im Ausland verbringen und erwerben am Ende des Studiums einen international anerkannten britischen Hochschulabschluss. Insgesamt werden 5 Studienrichtungen angeboten: Tourismus, Eventmanagement, Marketing, Kulturmanagement und internationales Management .

Infoveranstaltung 24. April
Der nächste Termin für eine Info-Veranstaltung: 26. November 2011.

Weitere Infos: Heidelberg International Business Academy, Sickingenstraße 63-65, 69126 Heidelberg, Tel.: 06221 – 6442-0, Fax: 06221 – 6442-42, Email: info@hib-academy.de, http://www.hib-academy.de

 

Semesterbeginn: Die HIB begrüsst die Erstsemester 2011

13. September 2011

Die Erstsemester treffen sich in der Cafeteria.

13. September 2011. Für die Erstsemester hat heute an der HIB das Studium begonnen. In dieser Woche finden die Einführungsveranstaltungen zum Studienablauf und zu den verschiedenen Pathways statt. Nächste Woche begrüßen die höheren Semester der HIB ihre neuen Kommilitonen mit einem “Welcome Day”.

Der “Welcome Day” beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück an der HIB und endet mit einer Kneipentour durch Heidelberg.

Wir heißen unsere Erstsemester herzlich willkommen!


Gespräche unter Kommilitonen.

„Everything happens for a certain reason“ – Über den Start an der HIB, Aufbaustudium und Berufseinstieg

6. September 2011

Im Interview erzählt Verena Reis, Absolventin des Jahrgangs 2006, über ihre Zeit am der HIB, ihr weiteres Studium und ihren beruflichen Werdegang.

HIB-Absolventin Verena Reis über Studium und Karriere.

 

Wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt?
Mein Pflichtpraktikum habe ich in Regusse/Provence/Frankreich auf einem Camping-Platz durchgeführt. Dort habe ich vor allem an der Rezeption gearbeitet. Zu meinen Aufgaben gehörte es, die Gäste zu empfangen, sie einzuchecken und anschließend mit meiner ‚Golfette’ an Ihren Stellplatz zu begleiten. Hatten die Gäste ein fest installiertes ‚Mobilhome’ gebucht, galt es, sie mit allen Annehmlichkeiten dessen bekannt zu machen. Außerdem war ich für das Beschwerde-Management und die allgemeine Information über die Gegend zuständig, sowohl persönlich als auch telephonisch. Nach dem Check-out der Gäste zählte außerdem die Inventur der ‚Mobilhomes’ zu meinen Aufgaben.

Nach der HIB haben Sie in England, in den Niederlanden und in Frankreich Ihr Studium fortgeführt und mit dem Master abgeschlossen? Was hatte den Ausschlag dafür gegeben?
Während der Zeit an der HIB wurden mir zwei Dinge klar: Erstens wollte ich gerne weiterstudieren und zweitens wollte ich das zunächst im englischsprachigen Ausland machen. In Neuseeland und Australien, die eigentlich meine erste Wahl gewesen wären, waren die Aufnahmeprozeduren zu kompliziert, so dass ich mich dann für ein Top-Up-Studium in Bournemouth/England entschieden habe. Mitte 2007 hatte ich dann den BA (Hons) in International Tourism Management erlangt. Da zu dieser Zeit der Bachelor in Deutschland noch nicht so anerkannt war, entschloss ich mich gegen Ende meiner Zeit in England dazu, mich auch noch für den Master zu bewerben. Ich fand ein Programm, das mich durch seine internationale Prägung, den Doppelabschluss sowie die Aussicht auf ein Stipendium sehr ansprach.

Der erste Teil fand in Breda/Holland statt – die Vorlesungen sowie die Hausarbeiten waren auf Englisch. Der zweite Teil wurde in Chambéry/ Frankreich zu neunzig Prozent auf Französisch durchgeführt. Der dritte Teil bestand dann noch aus der Master Thesis – hierfür hat es mich wieder nach Bournemouth gezogen, da uns dort eine umfangreiche und exzellente Bibliothek zur Verfügung stand. Da auch die Bournemouth University Teil dieses Programms war, erlangte ich im Herbst 2008 einen Doppelabschluss: Den MA in European Tourism Management und den Master in Sciences Economique et de Gestion.

Wie würden Sie die Unterschiede beim Studium bzw. den Aufenthalt in den jeweiligen Ländern charakterisieren?
Das Studium in England war sehr professionell aufgezogen. Der Lehrstoff wurde aufgeteilt in anonyme Vorlesungen von 50-100 Pax, in Seminare von 15-20 Pax und in Arbeitsgruppen von 2-5 Pax. Neben vielen Hausarbeiten, gab es Gruppenarbeiten, Präsentationen, einen Marketing-Plan, einen Business Plan und zuletzt die Bachelorarbeit von mindestens 10.000 Wörtern. Vor jeder Vorlesung und jedem Seminar konnte man sich die Powerpoint-Präsentationen der Dozenten runterladen, so dass man sich optimal vor- und nachbereiten konnte. Gleich zu Beginn mussten wir uns mit der Harvard-Zitierweise vertraut machen, eine andere Zitierweise wurde nicht geduldet. Bei mangelhaften Quellen oder falscher Zitierweise wurden Punkte abgezogen. Alle Arbeiten mussten auf die Minute genau am Stichtag eingereicht werden, andernfalls wurde die komplette Arbeit nicht gewertet. Jede Arbeit wurde bei Rückgabe mit persönlichen Feedbackbögen der Dozenten versehen; so hat man relativ schnell verstanden, was man gut gemacht hatte und was noch verbesserungswürdig war. Die Bibliothek war großartig; neben fünf Etagen mit Büchern aus allen Fachrichtungen, war vor allem die Online-Bibliothek mit aktuellen Fachzeitschriften und der Zugangsberechtigung zu den aktuellsten Statistiken aus sämtlichen Branchen extrem hilfreich fürs Studium.

In Holland ging es alles etwas lockerer zu. In unserem Kurs waren wir nur 15 Leute, dadurch waren die Vorlesungen intensiver, allerdings auch etwas weniger professionell als in England. Wir Studenten kamen aus Frankreich, Spanien, Bulgarien, Polen und Deutschland. Hier merkte man schnell, dass die Leute, die vorher in England gewesen sind, viel weiter im Stoff und vor allem in Fragen der Methodologie waren. Auch hier bekamen wir die Vorlesungen als Powerpoint nachträglich zugeschickt. Bei Arbeiten war die Toleranzgrenze für verspätete Abgaben höher und die Benotung großzügiger. Die Bibliothek war wesentlich kleiner. Dafür war die gesamte Atmosphäre persönlicher.

In Frankreich wurde unser Kurs teils mit ‚einheimischen’ Kursen zusammengelegt, so entstand eine Mischung aus anonymen Vorlesungen und kleineren Seminargruppen. Von der Strenge, die in England herrschte, war hier auch weniger zu spüren, was auch an der eher lockeren Einstellung der Dozenten, ich wage fast zu behaupten der Franzosen lag. Die Literatur in der Bibliothek war fast ausschließlich auf Französisch, was die Sichtweise leider etwas einschränkte. Powerpoint-Präsentationen als Vorlesungen gab es hier auch nicht so oft. Dafür wurde man mündlich sehr gut in die Vorlesungen eingebunden, was vor allem die Fähigkeit französisch zu sprechen noch einmal gesteigert hat.

Hatten Sie während dem Studium konkrete Vorstellungen von Ihrem Berufseinstieg nach dem Studium?
Ehrlich gesagt nein. Ich wusste nur, dass ich nicht ins Hotel möchte, also dass es bei mir eher eine Airline oder ein Reiseveranstalter werden würde.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB?

Was mir sehr gefallen hat war Deutsch bei Frau Kropp – sie hat uns damals viele Tipps mitgegeben, die ich heute noch bei meinen Bewerbungen anwende. Außerdem zählten eigentlich alle Spracheinheiten, sei es Englisch, Französisch oder Italienisch zu meinen Favoriten. Auch Marketing-Management war eine gute Grundlage für den Bachelor und den Master. Die ganzen Persönlichkeitsseminare waren eine willkommene Abwechslung. Was eigentlich nie zu meinen Lieblingen zählte, aber heute enorm hilfreich ist, war das Zehnfingerschreiben am PC.

Welche Themen sind Ihnen in den nachfolgenden Studiengängen erneut begegnet?
Eigentlich wurden fast alle Themen sowohl während des Bachelors als auch während des Masters wieder aufgegriffen. Nie wieder sind mir die Fächer Deutsch, die IT-Fächer, Büromanagement oder Rechnungswesen begegnet. Stattdessen gab es Business Development, Tourism Economis und Research Methods.

Heute arbeiten Sie bei Meeting Point International in München als Business Development Manager? Wie sah ihr beruflicher Weg dorthin aus?

Die vielen Praktika während meines Studiums haben mir zwar immer Spaß gemacht, mich aber eigentlich eher darin bestätigt, was ich später hauptberuflich nicht machen will. Erst mein Praktikum bei STA Travel, das ich direkt im Anschluss an meinen Master gemacht habe, hat mir das erste Mal Einblick in das gegeben, was ich mir für mich vorstellen könnte. Vor allem der Job des Produktmanagers, der touristische Leistungen aus verschiedenen Ländern in verschiedenen Sprachen einkauft und sie dann zu Paketen zusammenschnürt hörte sich für mich sehr interessant an. In diese Richtung habe ich mich dann anschließend auch beworben, allerdings musste ich feststellen, dass diese Jobs (sogar die Junior-Positionen) bevorzugt an Leute vergeben wurden, die eine Ausbildung gemacht hatten – hier merkte ich das erste Mal, dass mein Studium in dieser Branche vielleicht nicht so hilfreich und unabdingbar ist, wie in anderen Branchen. Alle wollten immer mehrjährige Berufserfahrung, aber keiner wollte einem die Chance geben, diese Erfahrung zu sammeln. Ein Teufelskreislauf.

Um meine Chancen zu erhöhen, habe ich meinen Lebenslauf auch an eine Personalvermittlungsfirma geschickt, die sich auf die Vermittlung touristischer Jobs spezialisiert hat. Die Mitarbeiter dort, schienen im Gegensatz zu den Personalabteilungen der großen Firmen auch zwischen den Zeilen zu lesen und die Dinge zu schätzen, die einem davor sogar nachteilig ausgelegt wurden (wie z.B. das Studium). Den Job als Produktmanager habe ich so auch nicht bekommen, dafür die Chance bei Meeting Point, einem Start-Up-Unternehmen, als Management-Assistentin anzufangen. Eigentlich hätte ich solch eine Position für mich nicht unbedingt in Betracht gezogen, weil ich Bedenken hatte, nur die administrativen ‚langweiligen’ Aufgaben zugesprochen zu bekommen, für die ich ja eigentlich nicht hätte studieren müssen. Mein Vater hat damals Recht behalten, dass ich diesen Job auch als Karriere-Sprungbrett für mich nutzen könnte. Als persönliche Assistentin der Geschäftsführung habe ich Einblicke in die Unternehmensführung bekommen, wie kein anderer. Auch wenn anfangs nur als Protokollantin, war ich bei allen wichtigen Meetings dabei, lernte alle Geschäftsführer unserer Partnerfilialen kennen, wurde von meiner Chefin mit auf Messen in Madrid und Berlin genommen, sowie auf Contracting-Meetings in den Libanon und nach Dubai. Ich gewann ihr Vertrauen und bekam neben meinen Aufgaben als ihre Assistentin meine eigenen Projekte. So landetet ich gleich noch einmal in Beirut und Dubai – jeweils, weil ich dort für die Planung, Koordination und Durchführung von 2 großen Jahreskonferenzen zuständig war, einmal für 100 Teilnehmer und das zweite Mal sogar für 350 Teilnehmer. Von Anfang an hatte ich meinen Willen, mich in dieser Firma hochzuarbeiten, verkündet. Nach 15 Monaten bekam ich dann meine Chance, aus der Assistenz auszusteigen und als Business Development Managerin weiterzumachen.

Wie würden Sie Ihr Jobprofil kurz beschreiben?
Meeting Point International ist eine Dachmarke, die Incoming-Agenturen in insgesamt 16 Destinationen weltweit repräsentiert. Neben den Sales Managern, die wir in allen Destinationen haben und die für den B2B-Verkauf ihrer jeweiligen Incoming-Leistungen (z.B. Hotels, Transfers, Ausflüge, Rundreisen, usw.) zuständig sind, gibt es zwei Business Development Manager. Diese sollen bereits bestehende Geschäfte ausbauen und neue Geschäftspartner gewinnen. Mein Quellmarkt ist Europa – ich versuche also die Leistungen all unserer Destinationen an Europäische Reiseveranstalter zu verkaufen. Dafür werde ich verschiedene touristische Messen in Europa besuchen und auf Sales Calls durch Europa reisen. Dabei finden natürlich auch alle an der HIB gelernten Sprachen Anwendung. Unser zweiter BDM deckt den arabischen Markt ab.

Wie gewichten Sie theoretische Erfahrungen aus dem Studium an der HIB, in UK/NL/F und praktische z.B. aus Praktika für eine erfolgreiche Bewerbung? Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Bewerbungsverfahren gewonnen, auch wenn es schon länger zurückliegt?
Jetzt wo ich selbst eine Weile im Berufsleben bin, kann ich mich nur dem anschließen, was die meisten Berufstätigen einem während des Studiums gepredigt hatten, worauf man aber nie wirklich hören wollte: Die Praxis hat oft sehr wenig mit dem relativ theoretisch erworbenen Wissen an der Uni zu tun. Was mir heute allerdings sehr nützlich ist, ist die Fähigkeit analytisch zu denken, komplexe Situationen in ihre Einzelteile aufzuspalten und nach und nach zu lösen, Zuarbeiten auf Deadlines und in meinem Fall das interkulturell erworbene Verständnis, das in unserer globalen Welt zum täglich Brot geworden ist. Diese Fähigkeiten heben einen in einer Branche, in der ein Studium kein Muss ist, besonders von der Menge ab. Das kann man sich natürlich auch bei Bewerbungsgesprächen zu Nutze machen.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen?
Freundlichkeit, Höflichkeit, zurückhaltende Bestimmtheit, Wille ständig zu lernen, diplomatische Verhandlungskünste und Beharrlichkeit.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass das ein oder andere, das man auf seinem Weg lernt – sei es während des Studiums oder während der ersten praktischen Erfahrungen – einem weniger behilflich für die Zukunft sein würde, erkennt man oft erst viel später und meistens völlig unerwartet, dass es doch für irgendetwas gut war. ‚Everything happens for a certain reason.’

Das Interview führte das Redaktionsmitglied Annette Höhne.

5 years ago – Abschluss an der HIB

1. August 2011

Alumni 2006 vor der Heidelberg International Business Academy.

Am letzten Samstag (30.07.2011) wurde von M. Müller (2. v. rechts) und S. Hochwarth (2. v. links) ein “Alumnitreffen” der Studiengänge IMM und IOM, Abschluss 2006, in Heidelberg organisiert.

Die ersten sechs Teilnehmer/innen trafen sich um 14:00 Uhr an der HIB. Bei einem Gläschen Sekt in der Cafeteria und nach einer Führung durch die Räume der HIB wurden die ersten Anekdoten sowie Erinnerungen ausgetauscht. Gegen 16:30 Uhr hieß es dann, ab nach Heidelberg und sich frisch machen, um den Tag des Wiedersehens mit mehr Teilnehmern in der “Bierbrezel” ausklingen zu lassen.

HIB represented at the LCBR European Conference in Marketing 2011

12. Juli 2011
Dr. Adrienne Steffen at the LCBR European Conference in Marketing 2011.

Dr. Adrienne Steffen at the LCBR European Conference in Marketing 2011.

On July 07-08th 2011, 40 professionals from 20 different countries gathered in Frankfurt for the LCBR Conference in Marketing – a conference committed to connect researchers and marketing practitioners. The conference was organized by Christian Wolf, the director of the Lupcon Center for Business Research.

The LCBR conference started with a tour of the Deutsche Börse in Frankfurt, where conference participants learned about the history of the Deutsche Börse and the trading system Xetra. Furthermore, participants were able to observe the traders on the trade floor. In the evening, participants had the opportunity to meet other researchers at the opening reception in the Mariott Hotel.

On the following day, Thilo Heidrich from Deutsche Postbank AG opened the conference with an interesting presentation about the economic situation in Germany after the financial crisis.

The conference programme continued with the presentation of 25 conference papers. To me, the international orientation of the conference was most stimulating. It was interesting to learn about marketing activities in countries like Kazakhstan, Tunisia, Turkey, Taiwan, Indonesia and Egypt, to name a few examples. Many of these countries face challenges that are unheard of in the German business context and consequently, researchers and practitioners have to be very innovative in their approach. Papers presentations included topics on e-marketing, consumer involvement, complaining behaviour, issues in data collection, distrust and CSR.

The HIB presented the following paper: “Customer Experience Management: Assessing Consumption Emotion Structure” and received good feedback and further conference invitations.

Overall it was a very inspiring experience that offered the possibility of intellectual exchange on the future of marketing.

Dr. Adrienne Steffen

HIB-Absolvent Marcel Petzold – Namibia, Ägypten, Kuwait, … ?

8. Juli 2011
Marcel Petzold in El Gouna.

Marcel Petzold in El Gouna.

Welches Programm haben Sie an der HIB abgeschlossen? Ich habe damals International Travel & Tourism Management studiert und nach dem zweiten Studienjahr die HIB verlassen.

Wo haben Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt und warum? Was haben Sie aus diesem Praktikum für sich und Ihren weiteren Lebensweg mitgenommen? Das Pflichtpraktikum habe ich für mich persönlich als kleine Herausforderung gesehen und dementsprechend wollte ich dieses in einem Land absolvieren, welches ich vorher noch nicht bereist hatte und welches eher untypisch für ein 3-Monatspraktikum ist. Der Kontinent Afrika hat, glaube ich, für jeden von uns eine unglaubliche Anziehungskraft und strahlt Abenteuer, Mystik und Fernweh aus.

Meine Wahl ist dann relativ schnell auf Namibia gefallen, da dieser Fleck Afrika noch nicht all’ zu überlaufen von ‚westlichen’ Touristen ist. Über die örtliche Hotel Association bin ich dann auf die Frans Indongo Lodge gestoßen, die sich in Otjiwaringo befindet und von einem Deutschen Ehepaar geführt wird.

Marcel Petzold - Namibia.

Marcel Petzold - Namibia.

Da es sich bei der Frans Indogo Lodge um eine privat geführte und überschaubare Luxus-Anlage handelt, war es mir möglich in verschiedensten Arbeitsbereichen tätig zu werden. Dazu gehörten das Front Office, F&B Bereich, Accounting, Sales & Marketing sowie Housekeeping. Aufgrund der Department übergreifenden Tätigkeiten auf der Frans Indongo Lodge, profitiere ich heute noch von meinen verbesserten Koordinations- sowie Timemanagement-Fähigkeiten.

Nach der HIB sind Sie nach Ägypten gezogen? Warum gerade Ägypten? Welches andere Land wäre noch in Frage gekommen? Für meine Eltern und mich war Nord-Afrika sowie der Nahe Osten stets eine Region in der wir uns mehrmals im Jahr aufhielten. Demgemäß kam ich bereits früh in Kontakt mit der arabischen Kultur und Lebensweise, da für uns nicht nur der reine Erholungsurlaub im Vordergrund stand, sondern mehr die interkulturellen Beziehungen.

Ägypten hat für mich über einen ganz besonderen Reiz, da es so facettenreich ist wie kein anderes Land im arabischsprachigen Raum. Abgesehen von unendlich scheinenden Kulturgütern, wartet das Land am Nil mit zahlreichen Schönheiten auf, angefangen von den bizarren Felsformationen in den Wüstenregionen, den fruchtbaren Nilterrassen sowie den atemberaubenden Oasen.

Was sollte man als Anfänger in einem arabischen Land unbedingt beachten? Welche kulturellen Fettnäpfchen kann man ganz einfach vermeiden? Zunächst einmal habe ich die Erfahrung gemacht, dass es in punkto Verhaltenscodex keine Faustregel für den arabischsprachigen Raum gibt, da die Länder sich nicht nur in den jeweiligen Dialekten sondern auch in den Traditionen unterscheiden. Generell gilt jedoch, dass man sich offen gegenüber einem vielleicht eher ungewohnt erscheinenden Verhalten der Araber geben sollte. Vorurteile gegenüber der Religion sowie der örtlichen Politik sollten generell ‚zu Hause’ gelassen werden, obwohl sich die Araber außerordentlich gerne mit diesen Themen auseinandersetzen.

Abgesehen von kulturellen Unterschieden, sollte man sich darauf einstellen, dass Araber sehr ungern Verantwortung abgeben. Hierbei sollte man beachten, dass man seinem Team geschickt vermittelt sowie beweist, dass man für einzelne Aufgaben bestens geeignet ist. Sich das Vertrauen bei seinen arabischen Kollegen zu erkämpfen ist nicht ganz einfach, aber wenn es gelingt, öffnet dies (fast) alle Türen …

Marcel Petzold in Luxor.

Marcel Petzold in Luxor.

Wie sah ihr beruflicher Werdegang bisher aus? Nach meinem Abschluss an der HIB-Academy im Jahr 2008 bin ich für ein Trainingsjahr ins Sheraton Miramar Resort El Gouna/ Ägypten gegangen. Während dieses Trainings war ich im Front-Office in den verschiedensten Abteilungen tätig, wie z.B. der Rezeption, der Gästebetreuung und der Reservierung. Nach Beendigung des Trainings begann ich bei der in Ägypten agierenden Hotelgruppe ‚Red Sea Hotels’ in der Gästebetreuung. Diese Position verließ ich jedoch bereits nach vier Monaten, da sich keine großartigen Zukunftsperspektiven innerhalb der Hotelgruppe ergeben sollten. Da mich das Sheraton Miramar Resort El Gouna zu diesem Zeitpunkt wieder zurück in die Gästebetreuung nehmen wollte, ging ich also erneut in das kleine ‚Venedig Ägyptens’.

Insgesamt habe ich also drei Jahre in Ägypten gelebt und gearbeitet und bin nun seit kurzem im Mövenpick Hotel Kuwait tätig.

Momentan leben und arbeiten Sie in Kuwait? Wie kam es zum Ortswechsel? Unterscheidet sich das Leben in Kuwait von dem Leben in Ägypten? Wenn ja, worin?Da es vorteilhaft sein kann gerade in den Anfangsjahren relativ häufig das Land zu wechseln, habe ich nach drei Jahren in Ägypten den Weg nach Kuwait genommen. Ein interessantes Angebot der Mövenpick Hotels & Resorts tat sein Übriges …

Kuwait mit Ägypten zu vergleichen, wäre wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Kuwait ist zu grossen Teilen ein reines Geschäftszentrum in dem fast täglich Millionen- wenn nicht gar Milliardenverträge vor allem in der Petro-Industrie abgeschlossen werden. Da neben den Kuwaitis vor allem Einwanderer aus z.B. Pakistan, Indien, dem Libanon, Ägypten etc. das Strassenbild prägen, ist die Atmosphäre eine komplett andere als jene in Ägypten.

Dort besuchen Sie einen Managementkurs. Mit welchem Ziel? Der Managementkurs zieht darauf, zukünftige Führungskräfte für Mövenpick Neueröffnungen vorzubereiten. Da die Hotelgruppe weiterhin im Nahen- und Mittleren Osten am expandieren ist, werden so Experten aus den eigenen Reihen rekrutiert.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB? Neben den zahlreichen und interessanten Firmenvorträgen, gehörten für mich die ‚Fit for Success’ Soft-SkillsTrainings sowie die Lehrveranstaltung Tourismus-Marketing zu meinen Favoriten.

Wenn sich ein Studierender für einen Job/ein Praktikum in einem arabischen Land interessiert, welchen Ratschlag würden Sie ihm unbedingt auf den Weg mitgeben wollen? Seit offen für die jeweilige Kultur des Landes und zeigt Interesse am dortigen Leben. Versucht soviel wie möglich euch in die lokale Struktur einzupflegen und schließt nicht nur Freundschaften zu den örtlichen ‚Europäern’.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen? Man sollte stets bestrebt sein, sich persönlich weiter zu entwickeln. Die Hotelbranche und der Tourismus allgemein unterliegen einem konstanten Wandel – es gilt also sich ständig auf dem neusten Informationsstand zu bringen. Warte nicht darauf bis Daten und Infos zu Euch kommen, macht euch selbst daran sie zu finden!

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?Pflegt Eure Kontakte! Jeder Tag bietet unendliche Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Jene zu knüpfen ist relativ einfach, doch dass diese auch gepflegt und vertieft werden müssen, vergessen leider immer noch einige. Eine kurze Gruß-E-Mail zu Feiertagen oder sonstigen Anlässen kann sich schneller auszahlen, als man vielleicht denkt.

Das Interview führte Annette Höhne

 

Schülerin aus Stuttgart gewinnt kostenlosen Studienplatz für ein Jahr

5. Juli 2011
HIB-Student Tobias Scheel freut sich mit der Gewinnerin.

HIB-Student Tobias Scheel freut sich mit der Gewinnerin.

Die HIB lud am vergangenen Samstag, 2. Juli 2011, zur Info-Veranstaltung ein.

Vorträge und gute Gesprächen mit Dozenten und Studenten standen im Mittelpunkt des Events.

Auch diesmal hat die Heidelberg International Business Academy wieder einen kostenlosen Studienplatz für ein Studienjahr verlost.

Die glückliche Gewinnerin ist eine Schülerin aus Stuttgart, Baden-Württemberg, die sich für die Studienrichtung Eventmanagement interessiert.

 Die nächste Info-Veranstaltung findet am Samstag, 22. Oktober 2011, statt.

Der HIB-Absolvent Christian Baum – die Vielfältigkeit eines Berufsprofils im Recruiting

30. Juni 2011

Christian BaumAnnette Höhne interviewte Christian Baum (31), Absolvent des Jahrgangs 2002, zu seinem beruflichen Werdegang.

Welches Programm haben Sie damals an der HIB abgeschlossen?
Ich habe damals das Programm zum „Internationalen Management-Assistenten“ absolviert und anschließend noch den „Bachelor (Hons) in Management, Business Administration“ der Partnerhochschule in Durham (Großbritannien) erfolgreich abgeschlossen.

Wo hatten Sie Ihr Pflichtpraktikum durchgeführt?
Mein erstes Pflichtpraktikum habe ich bei der Vereinten Krankenversicherung (heute Allianz Private Krankenversicherung AG) in München im Bereich „Personalmarketing“ gemacht. In den zwölf Wochen habe ich gemeinsam mit meinem damaligen Chef ein Rekrutierungshandbuch erstellt, das sich um die Frage „Wie gewinnen wir neue Mitarbeiter für den Außendienst?“ drehte. Dieses Projekt habe ich vom ersten Brainstorming bis hin zum druckfertigen und einsatzbereiten Exemplar begleitet und inhaltlich ergänzt. Hier habe ich zum ersten Mal Kontakt zum Thema „Personal“ gehabt, dem ich bis heute treu geblieben bin.

Mein zweites Praktikum fand aufgrund der Fortsetzung meines Studiums in England ganz in der Nähe des Wohnorts meiner Eltern statt, was die parallele Organisation meines Umzugs erleichtern sollte. Diesmal war es bei der Scheffel GmbH, einem kleinen Familienunternehmen mit nicht einmal zehn Mitarbeitern. Dementsprechend generalistisch hat sich auch mein Tätigkeitsfeld dargestellt: Von der Durchführung von Transporten über die Mitarbeit in der Produktion bis hin zur Organisation des Messeauftritts in Frankfurt. Es ging mir bei der Wahl der Praktika vor allem darum, ein gewisses Kontrastprogramm kennen zu lernen – also einmal ein Großunternehmen von Innen zu sehen, in dem jedem Mitarbeiter quasi eine Spezialistenfunktion zukommt, und beim zweiten Mal in einem Kleinunternehmen zu sein, in dem man dann auch mal „Mädchen für alles“ ist.

Im Jahrgang 2002 gehörte die Fortsetzung des Studiums in einem englischen Bachelorprogramm noch zu den Ausnahmen und die HIB war noch nicht akkreditiert. Was hatte Sie dazu bewegt ein Jahr in England dranzuhängen? Und worüber haben Sie Ihre Bachelorarbeit geschrieben?
Meine Motivation, noch ein Studium in England dran zu hängen, hat sich aus unterschiedlichen Aspekten ergeben: Zum einen war mir klar, dass sich meine beruflichen Chancen deutlich erhöhen, wenn ich den Anforderungen der Globalisierung mit einer internationalen Ausbildung begegne. Zum anderen ging es mir aber um die Herausforderung an sich: Ich wollte die englische Sprache nicht mehr als eigenes Fach sehen, sondern als Grundvoraussetzung für meine inhaltliche Weiterentwicklung.

Dass man einen ersten qualifizierenden Abschluss durch die Kooperation mit der HIB in nur einem Jahr erwerben konnte, war ein schöner Nebeneffekt. Hinzu kam auch, dass ich damals Deutschland für einen bestimmten Zeitraum den Rücken kehren und etwas Neues sehen wollte.

Meine Bachelor-Arbeit habe ich über „Die Positionierung und Wahrnehmung von Automobilmarken in Europa“ geschrieben, es ging also um Marken-Management. Im Laufe der Zeit hat sich das Thema jedoch als derart umfangreich herausgestellt, so dass ich als einziger Student um eine Anhebung des Wortlimits gebeten und sie – nach guter Begründung – auch bekommen habe. 10.000 Wörter sind wirklich nicht viel… ich hatte am Ende fast 9.800 Wörter nur an Fußnoten.

Hatten Sie konkrete Vorstellungen von Ihrem Traumjob? War für Sie sofort klar, dass nach dem Studium direkt der Berufeinstieg folgt?
Ja, mir war schnell klar, dass ich mich nach dem Studium sofort in die Arbeitswelt stürzen wollte. Ich fühlte mich wissenstechnisch gut ausgerüstet und wollte nun einfach sehen, wie sich die Praxis anfühlt und mein eigenes Geld verdienen. Konkrete Vorstellungen von meinem Traumjob hatte ich nur insofern, als dass ich wusste, dass der Job ein gewisses Maß an Internationalität haben und Abwechslung mitbringen sollte.

Sie sind nach dem Abschluss direkt in den Beruf eingestiegen, wie haben Sie das gemacht?
Ich habe mir überlegt, in welchen Berufen ich mich wohl fühlen könnte und welche Branchen meinen Wunschvorstellungen am ehesten entsprechen. Ab da war es einfach Fleißarbeit: Eine Bewerbung nach der anderen schreiben und sehen, was zurückkommt.

Was waren Ihre Lieblingsveranstaltungen an der HIB und welche Themen vom Studium begegnen Ihnen heute in der beruflichen Praxis wieder?
Es wäre falsch, an dieser Stelle einzelne Veranstaltungen und Themen besonders hervor zu heben. Der starke Praxisbezug der Ausbildung war später sehr hilfreich, ebenso die Pflichtpraktika. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass keine Theorie – also Ausbildung bzw. Studium – später eins zu eins die Praxis widerspiegeln kann. Die Frage ist nur, wie groß die Implementierungslücke zwischen Theorie und Praxis ist. Die Ausbildung an der HIB-Academy schafft es, diese recht klein zu halten.

Heute arbeiten Sie bei Huxley Associates in Frankfurt als Recruitment Consultant. Wie sah ihr beruflicher Weg dorthin aus?
Meinen Berufseinstieg hatte ich Ende 2003 bei der Hager Unternehmensberatung GmbH, wo ich das Executive Search von der Pike auf gelernt habe. Es war ein tolles Arbeitsumfeld, zu meinem Bedauern hatte ich aber keinen Einfluss auf die Mandate, d.h. meine Kunden waren Hersteller, Systemhäuser und Distributoren aus dem IT- und Telekommunikationsbereich. Dieser „Bauchladen“ an Mandaten führte dazu, dass die Lernkurve nach etwa zwei Jahren ziemlich abgeflacht ist.

Fast drei Jahre später wurde ich dann von Smith Jessen Headhunters abgeworben, einer Headhunting-Agentur, die auf Banken spezialisiert war und auch Niederlassungen in Paris, Zürich, Singapur, Hongkong, Dubai und Istanbul hatte. Grund für diesen Wechsel war mein Wunsch nach einer Spezialisierung verbunden mit einer stärkeren Internationalität des Unternehmens. Zudem wollte ich sowohl mein Grundgehalt als auch die Vermittlungsprovisionen erheblich verbessern.

Dort war ich für den Fixed-Income-Bereich (festverzinsliche Wertpapiere) über alle Funktionen zuständig, d.h. ich habe eigenständig und eigenverantwortlich Suchmandate abgewickelt. Zu meinen Aufgaben gehörten das Aufsetzen von Zielfirmenlisten, die Definition der Suchparameter, das Briefing des Ident-Teams sowie die regelmäßige Überprüfung der Ident-Ergebnisse. Darüber hinaus war ich für die Direktansprache der potenziellen Kandidaten, das Führen von Interviews, die Präsentation von Kandidaten bei Kunden bis hin zur Begleitung der Gehaltsverhandlungen zuständig. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Anfang 2009 sind uns dann alle Aufträge weg gebrochen und das Unternehmen rutschte in die Insolvenz. Dadurch war ich gezwungen, mir wieder einen neuen Arbeitgeber zu suchen.

Mir war schnell klar, dass ich mir – wenn ich weiterhin Banken und Finanzdienstleister als Kunden betreuen möchte – ein neues Themenfeld suchen musste, was auch die nächsten Jahre noch Nachfrage garantiert. Was sich dafür geradezu anbot, war das Thema „Financial Risk Management“, also genau die Funktionen, die zukünftig dafür Sorge tragen sollten, dass sich so eine Finanzkrise nicht wiederholen kann. Inhaltlich war das alles zwar komplett neu für mich, denn vor der Krise wurde diesem Bereich kaum Bedeutung beigemessen – mitunter ein Grund, warum es überhaupt zur Krise kam!

Ich setzte mich also Ende 2009 mit einem Bekannten, der Country Director eines Geschäftszweiges einer internationalen Personalberatung ist, zusammen und wir überlegten uns, inwiefern der Aufbau eines neuen Geschäftsfelds für sein Unternehmen Sinn macht und ob ich mir dies alleine zutraue. Das Ziel, bereits im ersten Jahr sechsstellige Umsatzzahlen zu schaffen, war sportlich, aber bekanntlich wächst man ja mit den Herausforderungen. Mit Neugier, Selbstvertrauen, Fleiß, genügend Frustrationstoleranz und einem Plan im Gepäck habe ich mich dann ans Werk gemacht.

Um ehrlich zu sein… ich hatte es mir viel einfacher vorgestellt, ein komplett neues Geschäftsfeld von Null an alleine aufzubauen. Trotzdem hatte ich die gesteckten Ziele zum Ende des Jahres erreicht, was für meinen Arbeitgeber dann auch ein Zeichen dafür war, dass wir langfristig gemeinsam noch viel mehr erreichen können.

Durch seine hervorragenden Managementfähigkeiten und ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 wurde mein bisheriger Vorgesetzter dann auch zum Country Director für alle anderen Geschäftszweige, darunter auch Huxley Associates, bestellt. Im Rahmen dieser Zuständigkeitsveränderung habe ich ihn dann um eine firmengruppeninterne Versetzung gebeten, was dann auch innerhalb von zwei Tagen geklappt hat.

Seit Anfang 2011 bin ich nun bei Huxley Associates im Global Markets Team und dort für sämtliche Front Office Funktionen bei Banken und Finanzdienstleistern in Deutschland und Österreich zuständig.

Wie würden Sie Ihr Jobprofil kurz beschreiben?
Mein Aufgabenfeld würde ich als recht vielseitig und abwechslungsreich beschreiben, da ich für jedes meiner Projekte von A bis Z verantwortlich bin. Ich habe meinen eigenen Markt, den ich kunden- und kandidatenseitig betreue, ich akquiriere meine Suchmandate selbst und verhandle meine Honorare eigenständig. Dann bin ich für die gesamte Projektsteuerung und –abwicklung verantwortlich, d.h. ich generiere Kandidaten für meine Mandate (über die Direktsuche, mein persönliches Netzwerk, Datenbanken und Jobbörsen), interviewe geeignete Personen, stelle diese bei meinen Kunden vor und unterstütze viel versprechende Bewerbungen indem ich sie auf Interviews vorbereite, coache und als „Puffer“ zum Kunden fungiere. Letzten Endes bin ich auch in die Gehaltsverhandlungen eingebunden und helfe, wenn nötig, auch den Kandidaten beim Kündigungsprozess.

Aktuelle Vakanzen zu füllen ist zwar nur ein Teil meines Jobs, aber dafür das „Brot-und-Butter“-Geschäft, bei dem Schnelligkeit, Passgenauigkeit und Kontrolle über die Prozesse eine große Rolle spielen. Es geht aber im zweiten Schritt – also wenn jemand seinen Markt, die Trends sowie die „Mover & Shaker“ kennt – darum, antizipieren zu können, wohin der Markt steuert, welche Profile in 6-12 Monaten wichtig werden und mit welchen Banken man einen eher strategischen Dialog führen möchte. Dies funktioniert nur, wenn man sich von der Konkurrenz abhebt, von den Marktteilnehmern akzeptiert wird und den Anspruch an sich selbst hat, einen fachliches Verständnis zu entwickeln, das über das eines normalen Personalberaters hinaus geht.

Wem das gelingt, der schafft es auch, ganze Teams von einer Investment Bank zur anderen zu bringen und das sind dann die Mandate, die sich jeder Headhunter wünscht. Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch für die eigene Reputation. Im Endeffekt besteht im Markt nur der, der auch liefert, was er verspricht und das spricht sich schnell herum. Auf einmal möchten viele Häuser, dass man für sie arbeitet, sie kommen mit Mandaten aktiv auf einen zu und was gibt es Schöneres, als sich die Positionen aussuchen zu können, die man bearbeiten möchte.

Wie gewichten Sie theoretische Erfahrungen aus dem Studium an der HIB, in UK und praktische z. B. aus Praktika für eine erfolgreiche Bewerbung? Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihren Bewerbungsverfahren gewonnen, auch wenn es schon lange zurückliegt?
Grundsätzlich kann ich sagen, dass praktische Erfahrung der theoretischen Erfahrung immer vorgezogen wird und dass Kandidaten mit Erfahrung – auch wenn diese nur theoretisch ist – bessere Chancen haben, als Personen, die „nur“ das Potenzial für etwas mitbringen.

Aber dies ist nur eine Seite der Medaille, denn, die Fähigkeit zur Selbstvermarktung, also wie überzeugend, selbstsicher, motiviert und lernwillig man im Interview auftritt, ist mindestens genauso wichtig. Darüber hinaus möchten potenzielle Arbeitgeber sehen, dass man auch eine ziemlich genaue Vorstellung davon hat, was man möchte und warum man es möchte. Wer beispielsweise auf eine Anstellung im Sales aus ist, muss mit Überzeugung und Leidenschaft vermitteln können, dass es das ist, was einen wirklich interessiert.

Es ist zwar gut, wenn man für sich selbst ein gewisses Maß an Flexibilität besitzt und nicht nur auf einen Job festgelegt ist. Aber dies würde ich meinen potenziellen Arbeitgeber nicht sofort wissen lassen, denn im schlimmsten Fall kann einem dies negativ ausgelegt werden wenn es heißt, „er/sie weiß nicht wirklich, was er/sie will!“.
Viel komfortabler ist die Situation natürlich, wenn man – wie es mir auch schon passiert ist – abgeworben wird, denn hier ist das Unternehmen, das einen einstellen möchte, quasi selbst Bewerber.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, um gut in Ihrer Branche einzusteigen?
Am wichtigsten sind sicherlich sehr gute kommunikative Fähigkeiten. Zuerst muss es gelingen, den potenziellen Auftraggeber von mir und meiner Dienstleistung zu überzeugen und anschließend werden die Konditionen für eine Zusammenarbeit verhandelt. Ab da muss ich dann auf Seiten der Kandidaten meinen Auftraggeber vertreten und umgekehrt. Trotzdem, und das lernt man erst mit der Zeit, darf ich in dieser Konstellation meine eigenen Ziele nicht aus den Augen verlieren, d.h. ich muss den Prozess so steuern, dass ich auch für mich das Optimum heraushole.

Damit sind wir auch gleich beim nächsten wichtigen Punkt, dem verkäuferischen Geschick. Dieses hat man, oder man hat es nicht. Sicherlich kann man auch hier Vieles lernen, aber oft ist es so, dass man Fähigkeiten auf diesem Gebiet hat oder auch nicht.

Ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz ist ebenfalls von Nöten, denn schließlich hat man es mit Menschen zu tun, die auch nicht immer rational entscheiden. Ich nenne es gerne den „Faktor X“, den man nicht immer kontrollieren kann. Ein guter Consultant hat bei seinen Mandaten den Erfolg zu ca. 90% selbst in der Hand, die anderen zehn Prozent kann er kaum bzw. gar nicht beeinflussen. Ein exzellenter Consultant kann diese zehn Prozent nochmals auf drei bis fünf Prozent drücken, aber es wird nie möglich sein, sie auf Null zu bringen.

In meinem Beruf braucht man ebenso ein Gespür für das Wesentliche, ein persönliches Verhältnis zu Kunden und Kandidaten sowie einen Blick für Details, denn sehr oft sind es Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wenn einer meiner Kandidaten von einem meiner Kunden ein Vertragsangebot bekommt, weiß ich durch den engen Kontakt und regen Austausch über fast alles Bescheid… Um es etwas übertrieben zu formulieren: welche Hobbys hat er, wohin der letzte Urlaub ging, was ist das Lieblingsparfum seiner Frau, wie alt sind seine Kinder und wie groß deren Freundeskreis ist, ob er zur Miete wohnt oder ein eigenes Haus besitzt, etc. …

Zu guter Letzt – und bei aller Liebe für Qualität in der Arbeit – ist auch eine hohe Frequenz in der Aktivität in meinem Job wichtig. Tiger Woods, der Golf-Spieler, sagte einmal „The more I practise, the luckier I get!“, d.h. man kann mit Fleiß sein Glück auch irgendwie erzwingen.

Was möchten Sie gerne den heutigen HIB-Studierenden mit auf den Weg geben?
Genießt die Studienzeit, das Berufsleben kommt früh genug!


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